Fondssparen: Kosten senken durch Depotübertrag

Wer sein Depot von einer Filialbank auf eine Direktbank überträgt, kann Geld sparen. Viele Internetanbieter verzichten inzwischen komplett auf Depotgebühren. Der Preisvorteil ist signifikant: Manche Filialbanken berechnen für die Verwahrung von Wertpapieren 0,175 Prozent vom Depotwert. Eine Depoteinlage von 40.000 Euro würde bei dieser Hausbank immerhin 70 Euro pro Jahr kosten! Diesen Betrag müssten die Wertpapiere zusätzlich einspielen, um auf die gleiche Rendite zu kommen, wie Wertpapiere in einem gebührenfreien Depot. 

Bei der Wahl des Anbieters sollten Anleger jedoch aufpassen. Nur wenige Geldinstitute bieten kostenlose Depots ohne "Wenn und Aber". Zahlreiche Direktbanken knüpfen an den Verzicht auf Gebühren Bedingungen: So kann die Gebühr entfallen, wenn man eine bestimmte Anzahl von Orders pro Monat oder Quartal tätigt oder wenn das Depot einen bestimmten Mindestanlagebetrag nicht unterschreitet. Mittels solcher Fußangeln holen sich diese Institute ihr Geld quasi durch die Hintertür zurück!

Wertpapierangebot und Verrechnungskonto
Bei der Wahl des neuen Anbieters sollte man die Palette der Angebote beachten. So ist beispielsweise von Vorteil, wenn ausländische Aktien verfügbar sind und wenn diese zu günstigen Bedingungen bzw. Kosten gehandelt werden. Fondssparer sollten eine möglichst große Anzahl von Fondsangeboten mit reduziertem oder kostenlosem Ausgabeaufschlag vorfinden. Die Reduzierung sollte dauerhaft sein. Tipp: Bietet die Bank als Verrechnungskonto ein hochverzinstes Tagesgeldkonto, profitieren Wertpapierkäufer von attraktiven Zinsen auf ihren Geldvorrat.

Depotübertrag stets gebührenfrei
Grundsätzlich gilt: Der Übertrag von Wertpapieren von einer Bank zu einer anderen ist gebührenfrei! Die Institute dürfen laut eines Gerichtsurteils kein Geld dafür verlangen. Der Depotübertrag ist einfach: Man eröffnet ein Depot bei der gewünschten Bank. Diese sendet ein Formular zum Wertpapierübertrag zu. Das Formular wird unterschrieben und zurückgesendet – fertig! Den Rest erledigt die beauftragte Bank. Ist bereits ein Depot bei der gewünschten Bank vorhanden, kann man den Auftrag zum Wertpapierübertrag in der Regel gleich online ausfüllen. Tipp: Häufig versüßen Direktbanken die Depoteröffnung oder den Übertrag neuer Wertpapiere mit einer Geldprämie.

 

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