Credit Europe Bank Newsletter: März 2011

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Ratenkredit: Sinkende Zinsen zum Aufstocken nutzen

Steigende Hypotheken- und Sparzinsen haben derzeit keinen Einfluss auf die Konditionen von Konsumentenkrediten. Die Kreditzinsen verharren auf Tiefständen, vereinzelt fallen sie sogar weiter. Seit 2008 ist der durchschnittliche Zinssatz um rund zwei Prozentpunkte gesunken, aktuell finden sich bereits Angebote wie der Credit Europe Privatkredit ab 4,95 Prozent Effektivzins. Kreditnehmer können durch günstige Zinsen viel Geld sparen. Wer beispielsweise 10.000 Euro zu 4,95 Prozent bei der Bank leiht, der zahlt bei einer Laufzeit von fünf Jahren eine monatliche Kreditrate von 187,98 Euro. Die insgesamt fälligen Zinsen belaufen sich auf 1.279 Euro. Berechnet die Bank hingegen 9,95 Prozent Effektivzins, so steigt die Monatsrate auf 210 Euro. Die Zinszahlungen summieren sich auf mehr als das Doppelte, nämlich auf 2.608 Euro.

Geld sparen durch umschulden
Vor drei Jahren kosteten Ratenkredite im Schnitt neun bis zehn Prozent Effektivzins, nicht wenige Banken berechneten über zwölf Prozent. Bankkunden, die damals einen teuren Ratenkredit abgeschlossen haben, werden wehmütig auf die heutigen Konditionen blicken. Grund zum Ärgern besteht allerdings nicht, denn der Ausstieg aus einem Konsumentenkredit ist jederzeit möglich. Nach der seit Juni 2010 gültigen Verbraucher-Kreditrichtlinie sind Ratendarlehen ohne zeitliche Fristen ganz oder teilweise rückzahlbar. Im Gegensatz zu früher, als Verbraucherdarlehen frühestens nach sechs Monaten kündbar waren, bringt die neue Regelung mehr Rückzahlungsfreiheit für Verbraucher. Zwar dürfen Banken bei vorzeitiger Kredittilgung eine Stornogebühr verlangen. Die sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung ist aber auf ein Prozent der Kreditsumme begrenzt. Liegen zwischen der vorzeitigen und der vereinbarten Rückzahlung weniger als 1 Jahr dann fallen lediglich 0,5% des vorzeitig zurückgezahlten Betrags an. Die vergleichsweise geringe Stornogebühr lässt sich angesichts der hohen Sparmöglichkeit bei einer Kreditumschuldung leicht verschmerzen.

Mehr Wünsche erfüllen durch höhere Kreditsumme
Eine andere Möglichkeit, von den gesunkenen Zinsen zu profitieren, ergibt sich durch Aufstockung der Kreditsumme. Sinkt zum Beispiel durch Umschuldung in ein preiswerteres Darlehen die monatliche Kreditrate, so kann man die frei werdenden Mittel zur Erhöhung der Kreditsumme nutzen. Schließlich bekommt man jetzt für das gleiche Geld mehr Kredit. Auch die erneute Darlehensaufnahme bei der gleichen Bank ist kein Problem. Vorteil: Das Bankhaus gibt die verbesserten Konditionen an den Kunden weiter, zugleich verringert sich das Antragsprocedere. Hat der Bankkunde bereits einen Kredit bei der Bank, braucht er nicht alle Dokumente erneut auszufüllen und prüfen zu lassen. Die Credit Europe Bank bietet dazu ganz einfach und unkompliziert ein Formular zur Kreditaufstockung an.

Kreditkosten vergleichenTrotz der aktuellen Niedrigzinsen klaffen die Konditionen von Ratenkrediten weit auseinander. Es lohnt sich daher, die Zinsen genau zu vergleichen.

Kindergeld für Volljährige: Von Eltern gezahlte Sozialbeiträge doppelt abziehbar

Kindergeld oder Kinderfreibeträge für volljährige Kinder in Berufsausbildung oder im Studium zahlt der Staat nur dann, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes unter 8.004 Euro im Jahr liegen. Wird dieser Grenzbetrag nur um einen Euro überschritten, geht der Anspruch auf Kindergeld und die steuerlichen Freibeträge der Eltern komplett verloren. Zusätzlich erlöschen auch die Kinderzahlungen bei der Riester-Förderung.

Ausgaben, die das Kindeseinkommen mindern
Um Mehreinnahmen unter die kritische Einkommensgrenze zu drücken, bestehen verschiedene Möglichkeiten: Einerseits kann das Kind berufliche Werbungskosten, die Pendlerpauschale und abgeführte Sozialbeiträge von seinen Einkünften abziehen. Allein die Kosten für die gesetzliche oder private Kranken- und Pflegeversicherung erreichen in vielen Fällen vierstellige Jahresbeträge. Auch Fahrtkosten, die über den Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro pro Jahr hinausgehen, reduzieren das anrechenbare Einkommen. Das ist zum Beispiel ab einem einfachen Arbeitsweg von 14 Kilometern der Fall. Dann wirkt sich die Pendlerpauschale mit 0,30 Euro je Entfernungskilometer einkommensmindernd aus. Rechnung: 0,30 € x 14 km x 220 Arbeitstage = 924 Euro.

Eltern profitieren von gezahlten Sozialbeiträgen
Was viele nicht wissen: Die Eltern dürfen die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, die sie stellvertretend für ihr Kind gezahlt haben, als Sonderausgabe steuerlich absetzen. Das Finanzamt erlaubt dies, solange noch Anspruch auf Kindergeld oder Kinderfreibeträge besteht. Für Kinder in Berufsausbildung oder in Wartestellung auf einen Ausbildungsplatz gilt dies bis zum 25. Lebensjahr, ebenso für Kinder in einem Freiwilligendienst. Arbeitslose Kinder bekommen Kindergeld bis zum 21. Lebensjahr.

Doppelter Bonus für Kinder und ElternDie Finanzverwaltung hat kürzlich über die Frage entschieden, ob die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auch dann bei der Einkommensermittlung des Kindes abgezogen werden dürfen, wenn die Eltern diese Beiträge bereits als Sonderausgabe in ihrer Steuererklärung geltend gemacht haben. „Überaschenderweise ja“, berichtet Peter Kauth vom Ratgeberdienst „Steuerrat24.de“. „Auch wenn die Eltern die Sozialbeiträge für ihr Kind zahlen und die Kosten als Sonderausgabe steuerlich absetzen, dürfen die Kosten bei der Einkommensermittlung des Kindes abgezogen werden.“ In diesem Fall liege keine Doppelbegünstigung vor, so die Finanzbehörden, denn die Eltern tragen die Beiträge im Rahmen ihrer Unterhaltspflicht. (Finanzsenat Berlin vom 9.7.2010, Runderlasst ESt-Nr. 189)

Girokonto: Tagesgeldkonto bringt mehr Ertrag

Knapp 90 Prozent der Girokonten zahlen keine Guthabenzinsen. Der Durchschnittszins über alle Girokonten gerechnet liegt bei 0,1 Prozent. Für gebührenfreie Girokonten gibt es in der Regel keine Zinsen. Der Zinsverlust, der Bankkunden durch unverzinste Girokonten entsteht, ist enorm. Laut Deutscher Bundesbank betragen die Sichteinlagen auf privaten Giro- und Tagesgeldkonten 567 Milliarden Euro. Gut ein Drittel davon (35 Prozent) entfällt auf Girokonten. Das bedeutet, knapp 200 Milliarden Euro liegen auf gering oder gar nicht verzinsten Girokonten und bringen kaum Ertrag.

Gewinnbringender Geldtransfer
Sparer, die kein Geld verschenken wollen, können mit einer einfachen Überweisung mehr aus ihrem Kontoguthaben machen. Dazu muss man lediglich überschüssige Gelder, zum Beispiel am Monatsende, auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto übertragen. Werden beispielsweise durchschnittlich 100 Euro überwiesen, so summiert sich der Kapitalstock nach zwölf Monaten auf 1.200 Euro. Hält sich das Guthaben ein Jahr auf dieser Höhe und verzinst sich mit 1,5 Prozent, erhält der Bankkunde am Jahresende 18 Euro Zinsen.

Positiv: Die variable Verzinsung von Tagesgeldern eröffnet die Möglichkeit, von steigenden Marktzinsen zu profitieren. Wächst die Verzinsung aufgrund von Inflation und steigenden Renditen an den Kapitalmärkten auf 3,0 Prozent an, so ist in unserem Beispiel ein doppelt so hoher Zinsertrag von 36 Euro zu erwarten. Wird zugleich das Guthaben weiter aufgebaut, klettert der Ertrag weiter aufwärts. Bei 2.400 Euro Einlage auf dem Tagesgeldkonto und drei Prozent Guthabenzinsen winken bereits 72 Euro Jahresgewinn.

Wichtig: Anleger sollten aufpassen, dass der angebotene Zinssatz nicht nur für Neukunden gilt, sondern für alle Sparer. Ansonsten profitieren jeweils nur neu eröffnete Tagesgeldkonten von hohen Zinsen. Zugleich sollte der Top-Zins ab dem ersten Euro gelten und nicht erst ab einer bestimmten Guthabenhöhe. Manche Banken gewähren für kleine Anlagebeträge nur 0,5 oder 0,75 Prozent Zinsen und gewähren erst ab 1.000 oder 2.000 Euro den beworbenen Höchstzins. Umgekehrt finden sich Banken, die ab einer gewissen Höchstsumme die Verzinsung absenken, um Zinsen zu sparen.
  
Kein Anlagerisiko bei Tagesgeld
Wer Geld vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto transferiert, braucht keine Nachteile zu befürchten. Das Kapital ist bei beiden Kontotypen flexibel angelegt, das heißt Sparer können jederzeit über ihr Geld verfügen. Transfers via Onlinebanking werden quasi über Nacht ausgeführt. Auch die Einlagensicherung ist bei beiden Konten gleich hoch. Inländische wie ausländische Geldinstitute müssen nach einer EU-Verordnung mindestens 100.000 Euro pro Sparer für Sichteinlagen garantieren. Positiv: Tagesgeldkonten erfordern nicht zwingend das Vorhandensein eines Girokontos bei der gleichen Bank. Geldtransfers zwischen Konten verschiedener Banken ist kein Problem.

Eigenheimerwerb: Hoher Eigenkapitalanteil lohnt nicht immer

Für den Eigenkapitaleinsatz bei der Baufinanzierung sind starre Regeln noch immer weit verbreitet. So lautet eine gängige Ansicht, dass man mindestens 40 Prozent des Immobilienkaufpreises aus eigener Tasche bezahlen sollte, weil man dann einen günstigen Zinssatz beim Hypothekendarlehen erhält. Schließlich vergeben Banken Top-Zinssätze in der Regel bis maximal 60 Prozent Kreditanteil vom Kaufpreis. Doch diese Kreditregel führt nicht in jedem Fall zu einer kostengünstigen Finanzierung. Neben den verfügbaren Eigenmitteln beeinflussen nämlich auch das Zinsniveau und alternative Anlagemöglichkeiten die Finanzierungskosten.

Was spricht für viel Eigenkapital?
Für möglichst viel Eigenkapital sprechen folgende Argumente: Je mehr eigene Mittel in die Finanzierung einfließen, desto weniger Darlehen muss der Haus- oder Wohnungskäufer aufnehmen. Kleine Darlehensbeträge ermöglichen eine moderate monatliche Belastung und kurze Kreditlaufzeiten. „Je weniger Fremdkapital benötigt wird, desto günstiger fällt auch der zu zahlende Zins aus“, ergänzt Robert Haselsteiner, Vorstand des Finanzierungsspezialisten Interhyp. Hinzu kommt, dass Banken in der aktuellen Niedrigzinsphase nur überschaubare Zinsen auf Sparguthaben zahlen. Bringen vorhandene Ersparnisse auf der Bank nur wenig Ertrag, ist es lohnenswerter, Sparguthaben in die Finanzierung einzubringen.

Wann lohnt der Kauf mit wenig Eigenkapital?
Es gibt Fälle, in denen der Immobilienkauf mit wenig Eigenkapital sinnvoll ist. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Baugeldzinsen gerade sehr niedrig sind. „Muss ein Darlehensnehmer erst noch Eigenkapital aufbauen, dauert dies meist viele Jahre – und niemand weiß, ob dann die Immobilienpreise und die Zinskonditionen auf ähnlich attraktivem Niveau liegen wie heute“, gibt Haselsteiner zu bedenken. Der Finanzierungsprofi rät, auf lange Ansparphasen, zum Beispiel mittels Bausparverträgen mit niedriger Guthabenverzinsung, zu verzichten und stattdessen direkt zu kaufen. Voraussetzung für die Finanzierung sei ein solides und ausreichendes Einkommen. Um anfallende Nebenkosten für Makler, Notar und Grunderwerbsteuern aus eigener Tasche tragen können, sei es lediglich empfehlenswert, etwa zehn Prozent Eigenkapital gemessen am Kaufpreis zu besitzen.


Kostenvergleich
• Direkter Kauf mit wenig Eigenkapital: Die gewünschte Immobilie kostet heute 200.000 Euro, Käufer A besitzt zehn Prozent Eigenkapital = 20.000 Euro. Die Bank finanziert 90 Prozent = 180.000 Euro. Bei 20 Jahren Laufzeit und 3,0 Prozent Anfangstilgung offeriert das Geldhaus einen aktuellen Top-Zins von 4,75 Prozent. Die monatliche Kreditrate beläuft sich auf 1.162 Euro, nach 20 Jahren ist der Kredit so gut wie abgezahlt, die offene Restschuld beträgt 280 Euro. Die insgesamt gezahlten Zinsen summieren sich auf 99.280 Euro.

• Späterer Kauf und Eigenkapital ansparen: Käufer B besitzt analog zu Käufer A anfänglich 20.000 Euro Sparguthaben. Diesen Betrag legt er als Festgeld über zehn Jahre an. Bei vier Prozent Zinsen beläuft sich das Sparergebnis auf 28.000 Euro. Außerdem zahlt er zeitgleich zehn Jahre lang monatlich 300 Euro in einen Euro-Rentenfonds ein. Abzüglich Depotkosten, Ausgabeaufschlag und Abgeltungsteuer erreicht der Sparplan eine Netto-Rendite von 4,0 Prozent, das Endergebnis beläuft sich auf 44.008 Euro. Zur Finanzierung stehen nach zehn Jahren also insgesamt 72.000 Euro bereit. Da die Immobilienpreise in der Zwischenzeit aber pro Jahr um durchschnittlich 1,5 Prozent gestiegen sind, kostet eine vergleichbare Wohnung nunmehr 230.000 Euro. Der Käufer benötigt also eine Finanzierung in Höhe von 158.000 Euro – und damit „nur“ 22.000 Euro weniger als Käufer A. Auch das Zinsniveau hat sich aufgrund gestiegener Inflationsraten inzwischen verteuert. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren offeriert die Bank jetzt einen Sollzinssatz von 6,3 Prozent. Die Anfangstilgung beträgt 2,5 Prozent, daraus ergibt sich eine vergleichbare Kreditrate von 1.158 Euro. Nach Zinsbindungsende verbleibt eine Restschuld von 387 Euro. Die Zinszahlungen an die Bank summieren sich auf insgesamt 120.467 Euro.

Fazit: Kreditnehmer B zahlt trotz höherem verfügbarem Eigenkapital und geringerem Kreditbedarf über 20.000 Euro mehr an Zinsen an die Bank als Käufer A. Damit hat sich die schnelle Kaufentscheidung und der Erwerb mit wenig Eigenkapital für Käufer A deutlich bezahlt gemacht.