Credit Europe Bank Newsletter: Juni 2015

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Geldabheben im Sommerurlaub

Polen, Türkei, Marokko – viele Urlauber verbringen ihre Ferien in einem Land, in dem man nicht mit Euro zahlen kann. Die Bargeldversorgung ist in der Regel kein Problem, mit der Girocard oder der Kreditkarte kann man überall ohne Schwierigkeiten an Bankautomaten Geld ziehen. Beim Abhebevorgang sollten Urlauber aber aufpassen, denn manche Bank versucht bei der Umrechnung des Kurses in Fremdwährung ihren Schnitt zu machen. Der Trick: Die Geldhäuser bieten an, das ausbezahlte Geld sofort in Euro umzurechnen. Um die Umrechnung schmackhaft zu machen, garantieren sie zumeist den Wechselkurs und verzichten angeblich auf Gebühren. Doch das sofortige Umrechnen am Geldautomat kann für Auslandsreisende teuer werden.

Beim Geldziehen Landeswährung wählen
Heben Sie Bares am Geldautomat ab, ist die übliche Prozedur so: Sie geben Ihre Geld- oder Kreditkarte sowie die PIN-Nummer in den Automaten ein und wählen den gewünschten Betrag in Landeswährung. Anschließend bestätigen Sie die Transaktion – und fertig. Manche ausländische Bank hat jedoch eine Gebührenfalle eingebaut. Kurz bevor der Automat das Geld auszahlt, fragt er, ob er die Summe in Landeswährung berechnen soll oder in Euro. Viele Urlauber gehen dann auf Nummer sicher und entscheiden sich für Euro. Doch das ist ein Fehler. Denn nun teilt die lokale Bank der Heimatbank mit, wie viele Euro abgehoben werden sollen. Zugleich legt sie den Wechselkurs und die Provision fest. Das kann nach Ermittlungen des Bundesverbandes deutscher Banken (bdb) aber bis zu zehn Prozent des ausbezahlten Betrags kosten. Je kleiner der abgehobene Betrag, desto höher der prozentuale Aufschlag beim Geldabheben.

In diesen Ländern ist Geldabheben mit Euro-Umrechnung besonders teuer
Die Zeitschrift Finanztest hat in neun Nicht-Euro-Ländern untersucht, wie teuer die Euro-Abhebung ist. In fünf dieser Länder boten die Geldautomaten an, die Landeswährung sofort in Euro umzurechnen. In Tschechien und der Schweiz war dies an allen Geldautomaten der Fall; in Polen, Großbritannien und der Türkei nur bei einigen. Die Gebühren lagen zwischen 2,5 und 9,6 Prozent. Das bedeutet: Heben Sie 300 Euro am Geldautomat ab, entsteht durch die Umrechnung in Euro eine Gebühr von bis zu 30 Euro. Laut Finanztest waren die Umrechnungskurse vor allem in Tschechien, Polen und Großbritannien extrem schlecht.

Ohne Gebührenfalle ist das Geldabheben laut Finanztest in Dänemark, Schweden, Bulgarien und Mazedonien. Dort bieten Geldautomaten nur die Abhebung in Landeswährung an. Vorteil: Der Automatenbetreiber übermittelt den Abhebetrag an die Hausbank, diese rechnet in Euro um und weist die Kosten auf dem Kontoauszug aus. Die von der Heimatbank gestellten Kurse sind in der Regel deutlich günstiger als die Kurse der Fremdbank.

Aktuellen Wechselkurs per App gegenchecken
Wenn Sie sich über die Währungsumrechnung vor Ort unsicher sind, können Sie vor dem Geldabheben oder vor dem Bezahlen im Hotel bzw. im Supermarkt den aktuellen Wechselkurs prüfen. Der deutsche Bankenverband hat dazu eine spezielle App entwickelt, die Sie für Android oder IOS-Handys und -Tablets kostenlos herunterladen können. Die App "Reise+Geld" enthält Wechselkurse von rund 160 Währungen, die vor jeder Umrechnung aktualisiert werden. Internetadresse: http://verbraucher.bankenverband.de/apps-und-tools/reise-app/

Babysitter bei Kita-Streik: Eltern können Zusatzkosten steuerlich absetzen

Berufstätige Eltern, die auf die tägliche Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, müssen sich bei einem Streik der Kindertagesstätte um externe Hilfe bemühen. Sind Großeltern oder Verwandte nicht verfügbar, hilft oft nur das Engagement einer Tagesmutter weiter. Doch die kostet Geld. Wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) mitteilt, sind solche Ausgaben aber zumindest steuerlich absetzbar. Für Berufspendler, die wegen eines Bahnstreiks auf das Auto umsteigen müssen, besteht diese Möglichkeit leider nicht.

Was erkennt das Finanzamt an?
Eltern können bis zum 14. Lebensjahr ihrer Kinder die Kosten für deren Betreuung steuerlich absetzen. Das Finanzamt erkennt die Ausgaben für Tagesmütter, den Kindergarten oder den Babysitter an. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine fremde Person die Kinder betreut oder Verwandte wie Großeltern, Geschwister oder Tanten. Die Ausgaben sind allerdings in der Höhe gedeckelt, und zwar auf 4.000 Euro im Jahr. Darüber hinaus gehende Kosten werden nicht anerkannt.

Die Steuerregeln gelten auch, wenn die Kita aufgrund eines Streiks geschlossen bleibt. Bitten Eltern in diesem Fall einen Babysitter auf die Kinder aufzupassen, können sie auch diese Kosten mit dem Finanzamt teilen. Im Schnitt kostet eine solche Kinderbetreuung 9 bis 10 Euro die Stunde. Da kommen schnell 70 bis 80 Euro pro Tag zusammen. Dauert der Kitastreik eine Woche, verursachen 40 Wochenstunden einen Betreuungsaufwand von bis zu 400 Euro – eine zusätzliche Belastung für die Haushaltskasse.

Besser mit Arbeitsvertrag
Damit das Finanzamt die Kosten anerkennt, muss man dem Babysitter den Lohn so auszahlen, dass man die geleisteten Stunden und die gezahlten Ausgaben gegenüber dem Finanzamt nachweisen kann. Der VLH rät Eltern, einen Arbeitsvertrag mit dem Babysitter abzuschließen. Außerdem sollte die Betreuungskraft eine Rechnung stellen, sodass die Eltern die Rechnung mit Banknachweis überweisen können.

Zahnzusatzversicherung: So wird der Beitrag günstig

Rund 14 Millionen Zahnzusatzversicherungen haben Bundesbürger bereits abgeschlossen – Tendenz steigend. Die Zusatzpolicen helfen, teure Zahnarztrechnungen abzufedern. In vielen Fällen klappt das auch, denn die Policen leisten vergleichsweise viel für wenig Geld. Preiswerte Zahnzusatzversicherungen gibt es schon für zehn Euro im Monat, teure Policen kosten bis zu 50 Euro. Die Leistungen variieren entsprechend. Für geringe Beiträge gibt es oft nur den doppelten Festzuschuss, das heißt die Kassenleistung wird verdoppelt. Das reicht aber nur für eine Standardversorgung. Wer statt einer Brücke ein ordentliches Implantat wünscht, der muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Das lohnt nach Ansicht vieler Versicherungsexperten, denn Tarife mit umfangreichen Leistungen helfen, den teuren Eigenanteil an der Arztrechnung deutlich zu reduzieren.

Kostensenkung durch Tarifwechsel
Einmal abgeschlossen, bleiben die Versicherungsbeiträge nur selten stabil. Mit steigendem Alter bzw. bei Inanspruchnahme von Leistungen erhöhen sich im Lauf der Zeit die Prämien. Hier gilt es gegenzusteuern. Wer schon lange einen Vertrag besitzt, der kann zum Beispiel bei seiner Versicherung nachfragen, ob es inzwischen Tarife mit besseren Leistungen für das gleiche oder weniger Geld gibt. Versicherte haben ein Recht auf Tarifwechsel. Bessere Leistungen gibt es aber nur für gesunde Zähne.

Zahnersatz umfangreich absichern
Achten Sie darauf, dass die Zahnzusatzversicherung vor allem teuren Zahnersatz umfangreich absichert. Implantate und Inlays sollten ohne Einschränkung der Anzahl sowie der Erstattungshöhe bezuschusst werden. Außerdem ist empfehlenswert, wenn ein Tarif Leistungen für Zahnbehandlungen einschließt. Essentiell ist das aber nicht, da diese Kosten überschaubar sind.

Hohe Gesamterstattung wählen
Versicherungsexperten empfehlen, dass die Zahnzusatzversicherung 70 bis 90 Prozent des Gesamtrechnungsbetrages erstatten sollte. Meist ist hier der Kassenzuschuss schon eingerechnet. Der Versicherte hat dann nur zehn bis 30 Prozent Eigenanteil zu tragen. Beispiel: Ein Implantat für einen Frontzahn kostet 3.000 Euro. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt 400 Euro Zuschuss, der Eigenanteil beträgt 2.600 Euro. Übernimmt die Police 80 Prozent des Gesamtrechnungsbetrages, verbleibt ein Eigenanteil von 200 Euro.   

Wartezeit und Alter
Die Zahnzusatzversicherung abschließen und sofort mit der Sanierung der Zähne beginnen – das funktioniert nicht. In der Regel besteht eine mehrmonatige Wartefrist, bis der Versicherer erste Kosten erstattet. Häufig wird im ersten Jahr eine geringere Summe erstattet, mit den Folgejahren steigt der Erstattungsanspruch an. Drängt die Sanierung der Zähne, lohnt der Abschluss einer teureren Police, da hier häufig von Anfang an umfangreichere Erstattungen möglich sind. Tipp: Es empfiehlt sich, die Zahnzusatzversicherung bereits in jungen Jahren abzuschließen, denn in diesem Alter ist das Gebiss meist noch in Ordnung und der Tarif dadurch preiswert. Spätere Einschränkungen oder Erkrankungen verteuern den Tarifabschluss. Achten Sie auf ehrliche Angaben bei Vertragsabschluss, denn im Leistungsfall erkundigt sich die Versicherung beim Zahnarzt. Haben Sie geschummelt, kann die Versicherung die Leistung verweigern.