Credit Europe Bank Newsletter: Mai 2015

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Girocard im Urlaub: Einige Karten gelten nur in Europa

Drei Viertel aller Deutschen nutzt auf Reisen die Girocard um zu Shoppen oder Geld abzuheben. Am weitesten verbreitet bei Banken und Sparkassen ist die Girocard von Mastercard. Mit der sogenannten Maestrokarte kann man rund um den Globus Geld abheben und bei fast 15 Millionen Händlern einkaufen. Mit dem Vorgänger der Maestrokarte, der früheren EC Karte, gab es in fernen Ländern oft Schwierigkeiten beim Einsatz, denn die EC-Karte war hauptsächlich in Europa verbreitet. So schön der große Verbreitungsgrad der Maestrokarte ist, sie hat jedoch ein Manko: Die Karte arbeitet noch mit dem veralteten und leicht zu kopierenden Magnetstreifen. Das bedeutet für Bankkunden ein gewisses Sicherheitsrisiko.

V Pay-Karte auf Europa beschränkt
Dieses Manko hat die sogenannte V Pay-Karte inzwischen ausgemerzt. Die von der Kreditkarten-Gesellschaft Visa herausgegebene Girocard arbeitet mit einem fälschungssicheren EMV-Chip, das beschert Bankkunden einen hohen Sicherheitsstandard. Trotzdem hat auch die V Pay-Karte einen Nachteil: Die teure Chip-Technologie ist noch nicht in allen Ländern flächendeckend verfügbar. Folge: Die Karte ist derzeit nur in der EU sowie in einigen angrenzenden Ländern einsetzbar, zum Beispiel in Island, Israel und der Türkei. Urlauber sollten also aufpassen, in welches Land sie reisen und welche Bankkarte sie dabei einsetzen möchten.
 
Das leisten alle Girocards
• Bargeldlos zahlen: Als bargeldloses Zahlungsmittel sind Girokarten in Geschäften, Restaurants und Tankstellen einsetzbar, zudem kann man an Bankautomaten Bargeld ziehen. Im Gegensatz zu klassischen Kreditkarten werden die einzelnen Transaktionen sofort ausgeführt, das Girokonto also zeitnah belastet. Shoppen und Tanken innerhalb der Euro-Zone ist gebührenfrei, außerhalb der Eurozone fallen Gebühren an.
• Geldabheben: Während das Bargeldziehen im Inland an bankeigenen Automaten und an Partnerbanken kostenfrei ist verursacht das Geldziehen mit der Girocard im Ausland Kosten. Die Gebühren betragen oft fünf bis sechs Euro. Tipp: Abheben mit Kreditkarte ist häufig günstiger.
• Geldkartenfunktion: Viele Girocards sind mit einem aufladbaren Geldchip ausgestattet. Wird ein Geldbetrag auf die Karte geladen, kann man zum Beispiel an vielen Fahrkarten- und Parkautomaten ohne Kleingeld bequem über den Geldchip der Girocard zahlen.

Limits bei der Verfügungshöhe
Um unberechtigte Abhebungen einzudämmen und die Sicherheit für ihre Kunden zu erhöhen, haben fast alle Banken eine Verfügungsgrenze beim Geldabheben mit der Girocard festgelegt. Diese beträgt zumeist 1.000 Euro pro Tag und 2.000 bis 2.500 Euro die Woche – dies gilt sowohl für Verfügungen in Deutschland als auch im Ausland. Sollten Sie mehr Geld benötigen, so können Sie den Verfügungsrahmen jedoch problemlos erweitern. 

Fondssparen mit ETF: 8 Erfolgsregeln

Wer erfolgreich Kapital aufbauen will, der kommt um Börsenpapiere kaum herum. Während die Sparzinsen im Keller sind bieten Aktien und Fonds hervorragende Renditechancen. So verzeichnen zum Beispiel deutsche Aktienfonds laut Fondsverband BVI eine Zehnjahresrendite von 9,5 Prozent. Eine transparente und leicht verständliche Form der Aktienbeteiligung bieten sogenannte ETF. Was macht diese Fonds so beliebt und wie funktionieren Sie?

1. Ein ganzer Markt in einem Fonds
Exchange Traded Funds (ETF) sind börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden einen festgelegten Aktienindex, zum Beispiel den Dax oder den US-amerikanischen Dow Jones, 1 zu 1 nach. Ziel ist es, die gleiche Wertentwicklung zu erreichen wie der Index. Folge: Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds laufen ETF niemals schlechter als ihr jeweiliger Referenzindex, allerdings auch nicht besser.

2. Geringe Kosten puschen Rendite
Da der Index die Zusammensetzung des Fonds bestimmt, sind Fondsmanager überflüssig. ETF werden von Computern gesteuert, man spricht deshalb von passiv gemanagten Fonds. Die passive Anlagestruktur führt zu Kostenvorteilen gegenüber aktiv gemanagten Aktienfonds. Die jährlichen Verwaltungs- und Managementgebühren können bis zu zwei Prozentpunkte niedriger liegen. Dieser Kostenvorteil begünstigt die Nettorendite von ETF.

3. Wer bietet ETF an?
Die Credit Europe Bank arbeitet mit der Fondsgesellschaft  Fidelity zusammen, über die der Handel direkt abgewickelt wird.  Mit einem Fidelity Fondsdepot haben Sie Zugriff auf rund 80 ETF-Fonds.

4. Flexibel sparen mit ETF
Im Gegensatz zu Rentenversicherungen sind Indexfonds sehr flexibel. Es besteht keine vertragliche Laufzeit. Sparer können jederzeit ETF-Anteile kaufen, verkaufen oder den Sparplan aussetzen. Auch die Veränderung der Sparrate ist kein Problem.

5. ETF offen für alle Anlegertypen
ETF eignen sich für fast alle Sparer. Für offensive Anleger stehen zahllose Aktien-ETF bereit, für risikoscheue, defensive Anleger empfehlen sich Renten-ETF. Für ein punktgenaues Sparziel sind ETF aufgrund schwankender Fondskurse jedoch ungeeignet.

6. Mit welchen Risiken muss man rechnen?
ETF beinhalten typische Börsenrisiken, etwa das Kursrisiko oder das Zinsänderungsrisiko. Wer zu einem ungünstigen Zeitpunkt ein- oder aussteigt, kann Wertverluste erleiden. Positiv: ETF gehören zum Sondervermögen einer Fondsgesellschaft. Das heißt bei einem Konkurs der Fondsgesellschaft bleiben die Fondsanteile in vollem Umfang im Eigentum des Anlegers.

7. Bei Sparplänen auf breite Indizes setzen
ETF gibt es auch im Sparplanverfahren. Für längere Sparzeiträume empfehlen sich breit gefächerte Aktienindizes, zum Beispiel der MSCI World Index oder der Stoxx 600 Europe. Gut diversifizierte Aktienindizes sind weniger schwankungsanfällig als marktenge Indizes oder Branchenindizes.

8. Ausschüttender oder thesaurierender ETF?
ETF profitieren von Dividendenzahlungen der Aktiengesellschaften. Verbleiben die Aktien-Ausschüttungen im Fondsguthaben, puschen sie dank Zinseszinseffekt den Kurs. Thesaurierende, also wiederanlegende Fonds, empfehlen sich besonders für den Vermögensaufbau. Im Gegensatz dazu eigenen sich ausschüttende ETF, wenn man auf regelmäßige Kapitalerträge angewiesen ist.

 

 

Immobilie mit staatlicher Förderung: Diese Zuschüsse warten auf Käufer

Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen steigen und steigen. Für Familien und Durchschnittsverdiener wird es immer schwieriger, teures Wohneigentum zu erwerben. Die öffentliche Hand bietet finanzielle Anreize, um den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen zu können. Eine Vielzahl von Förderprogrammen und zinsgünstigen Krediten lockt mit Prämien, Zuschüssen und Steuervorteilen.

Der Klassiker: Bausparen
Die älteste, geförderte Kreditvariante ist das Bausparen. Es kombiniert den Aufbau von Eigenkapital mit einem zinsgünstigen Immobiliendarlehen. Das langfristig angelegte Programm ist prädestiniert für junge Immobilieninteressenten. Der Staat fördert die Kapitalbildung mit Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage. Ledige, die bis zu 512 Euro jährlich in einen Bausparvertrag einzahlen, erhalten bereits ab 16 Jahren 45 Euro Wohnungsbauprämie (Verheiratete das Doppelte). Zusätzlich gibt‘s jährlich bis zu 43 Euro Arbeitnehmersparzulage, wenn Vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers oder Teile des Gehalts in den Bausparvertrag fließen. Innerhalb der siebenjährigen Sparphase können Verheiratete über 1.000 Euro an Prämien einstreichen.

Positiv: Die Zinsen für die Darlehensphase werden zu Vertragsbeginn festgelegt, das führt zu kalkulierbaren Raten und ist in Zeiten niedriger Zinsen ein Bollwerk gegen steigende Kreditkosten. Das aktuelle Zinstief ermöglicht Darlehenszinsen ab 1,0 Prozent. Von den staatlichen Prämien profitieren allerdings nur Geringverdiener. Die Sparzulage scheidet aus, wenn Ledige mehr als 17.900 Euro im Jahr verdienen, die Wohnungsbauprämie ab 25.600 Euro (Verheiratete doppelte Beträge).
 
Der Newcomer: Wohn-Riester
Seit 2008 gibt es Riester-Förderung für den Erwerb von Wohneigentum. Die Fördergelder von jährlich 154 Euro Grundzulage und 300 Euro Kinderzulage können in klassische Baudarlehen oder Bausparverträge einfließen. Die Zulagen erhöhen die Tilgung, die mögliche Steuerersparnis beschleunigt als Sondertilgung die Entschuldung. Um die Fördergelder in voller Höhe zu erhalten, muss man vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens in das Riester-Darlehen überweisen. Im Gegenzug sind Beiträge und Zulagen bis zu 2.100 Euro als Sonderausgabe steuerlich absetzbar.

Profiteure von Wohn-Riester sind vor allem Familien mit Kindern. Nach Expertenrechnungen erzielen sie bis zu 50.000 Euro Finanzvorteil gegenüber einer herkömmlichen Baufinanzierung. Für ledige Geringverdiener, die nur Grundförderung erhalten, lohnt das Programm indes kaum. Die nachgelagerte Besteuerung frisst die Fördervorteile wieder auf. Hier sind klassische Baufinanzierungen mit Topzinsen meist die bessere Wahl.

Der Dauerbrenner: KfW-Förderung
Die bundeseigene KfW-Förderbank unterstützt Bauherren und Eigenheimkäufer mit zinsverbilligten Darlehen. Für den Bau klimafreundlicher Effizienzhäuser stellt die KfW im Programm 153 bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit bereit. Die Darlehenszinsen liegen oft einen halben bis ganzen Prozentpunkt unter denen am freien Markt. Wer ein herkömmliches Objekt bauen oder kaufen möchte, der kann im KfW-Wohneigentumsprogramm (Nr. 124) auf zinsverbilligte Baudarlehen von bis zu 50.000 Euro je Vorhaben zurückgreifen. Positiv: Die Kredite bieten tilgungsfreie Anlaufjahre, sind jederzeit rückzahlbar und mit weiteren Förderprogrammen kombinierbar. Nachteil: Da KfW-Darlehen in der Höhe begrenzt sind, benötigen viele Käufer zusätzliche finanzielle Unterstützung, etwa durch ein Baudarlehen von ihrer Hausbank.