Credit Europe Bank Newsletter: November 2015

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Anlegerstudie: Frauen sind die besseren Sparer

Nach Auswertung von fast 600.000 Anlegerdepots kommt eine aktuelle Bankstudie zu dem Ergebnis, dass Frauen erfolgreicher investieren als Männer. Dabei scheint langjährige Erfahrung bei der Geldanlage besonders vorteilhaft zu sein. Die erfolgreichste Anlegergruppe sind nämlich Frauen ab 76 Jahren. Sie erzielten mit ihren Wertpapierdepots eine Durchschnittsrendite von 6,5 Prozent. Überraschend gut schnitt aber auch die Jugend ab: Minderjährige, die 17 Jahre und jünger sind, erreichten mit 5,8 Prozent die zweitbeste Durchschnittsperformance aller Anlergergruppen. Ausgewertet wurde die durchschnittliche Rendite von Privatkundendepots im Zeitraum von August 2014 bis August 2015.
 
Weibliche Depots performen fast 2 Prozent besser
Interessante Ergebnisse liefert der Depotvergleich zwischen Männer und Frauen. So erzielte die Gesamtgruppe aller Frauen eine Durchschnittsrendite von 5,8 Prozent während Männer nur auf 4,1 Prozent kamen. Der Vorsprung der weiblichen Depots beträgt mithin 1,7 Prozent – deutlicher kann der Klassenunterschied kaum ausfallen. Insgesamt lag die durchschnittliche Wertsteigerung aller untersuchten Kundendepots bei 4,83 Prozent.

Sortiert man die Ergebnisse nach Bundesländern, gehen Anleger in Hamburg als Sieger vom Platz. Sie erzielten im Schnitt 6,3 Prozent Rendite, auf den Plätzen zwei und drei folgen Berlin mit 5,8 Prozent und Bremen mit 5,6 Prozent. Schlusslicht der Bundesländer bildet Rheinland-Pfalz mit 3,4 Prozent Depotrendite. Betrachtet man nur die Großstädte liegt München mit 6,4 Prozent knapp vor Hamburg. Kein gutes Händchen hatten dagegen die Dresdner, die nur eine Durchschnittsrendite von 2,9 Prozent erzielten.

Wie lautet das weibliche Erfolgsrezept?
Zwei Faktoren begründen maßgeblich den Anlageerfolg der Frauen: Einerseits sind deren Wertpapierdepots breit diversifiziert und andererseits halten sie die Wertpapiere länger als Männer. Eine hohe Diversifikation erreichen Frauen vor allem durch Fonds, spekulative Einzelwerte wie Aktien oder Zertifikate sind in ihren Depots hingegen seltener zu finden. Da Fonds weniger schwankungsintensiv sind als Einzelaktien, sind weibliche Depots in der Regel weniger riskant ausgerichtet als männliche.

Erfolgreich und kostengünstig: Sparpläne mit Fonds
Attraktive Renditen sind ohne Wertpapiere derzeit kaum zu erzielen. Die bei der Anlage in Aktienfonds vorhandenen Risiken lassen sich mit Sparplänen mindern. Wer Aktien-, Misch- oder Multi-Asset-Fonds kombiniert, der kann verschiedene Anlageklassen bündeln und sich so ein Depot zusammenstellen, das ganz auf seine Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten ist. Achten Sei allerdings auf einen möglichst unbefristeten Sparhorizont, da sich nicht terminieren lässt, wann die Börsen in Hochstimmung sind und wann nicht. Bei Katerstimmung sollten Sie mit dem Verkauf von Wertpapieren oder Fondsanteilen warten können, sonst drohen Verluste.

Freistellungsaufträge 2016: Ohne Steuer-Identifikationsnummer droht Steuerabzug

Wer nicht möchte, dass die Hausbank 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidarzuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ans Finanzamt abführt, der muss seiner Bank einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge erteilen. Bis zu Höhe von 801 Euro lassen sich Zinsen, Dividenden und Kursgewinne von Aktien- oder Fonds vor dem Zugriff der Finanzbehörden schützen. Ehepaare genießen den doppelten Sparerpauschbetrag.

Haben Sie Konten und Geldanlagen bei verschiedenen Banken, können Sie mehrere Freistellungsaufträge auf die Geldhäuser verteilen und so Ihre Kapitalerträge vor dem automatischen Steuerabzug bewahren. Mehr als 801 je Single bzw. 1.602 Euro je Ehepaar kann man aber nicht freistellen. Da die Freistellungsaufträge bis zu ihrem Widerruf gültig sind, brauchen Sparer nicht jedes Jahr einen neuen Antrag zu stellen. Das ist normalerweise nur erforderlich, wenn sich die Höhe der Geldanlage bei einer Bank ändert und damit auch die Summe der Kapitalerträge.

Formulare vor 2011 betroffen
Im kommenden Jahr ist dies jedoch anders. Da der Gesetzgeber die Finanzämter angewiesen hat, nur noch Freistellungsaufträge mit gültiger Steuer-Identifikationsnummer anzuerkennen, sollten Sie ihre Freistellungaufträge prüfen und gegebenenfalls ändern. Betroffen sind vor allem Formulare, mit denen vor 2011 ein unbefristeter Freistellungsauftrag erteilt wurde. Bis dahin war die Angabe der Steuer-Identifikationsnummer nicht erforderlich. Erst alle ab 2011 gestellten Freistellungsaufträge sind mit der persönlichen Steuernummer versehen und bedürfen somit keiner Änderung.

Wo finde ich die Steuer-Identifikationsnummer?
Die persönliche Steuernummer wurde Ihnen schriftlich vom Bundesamt für Steuern mitgeteilt. Ist das Schreiben nicht auffindbar, können Sie die Steuer-ID-Nummer ihrem Einkommensteuerbescheid entnehmen oder der Lohnsteuerbescheinigung Ihres Arbeitgebers. Führt keine Spur zum Erfolg, so müssen Sie die Nummer beim Bundeszentralamt für Steuern erfragen. Die elfstellige Nummer gilt ein Leben lang.

Überweisungen vom Girokonto: Ab Februar 2016 nur mit IBAN-Nummer

Zwar funktionieren heute schon die meisten Überweisungen und Daueraufträge mit IBAN-Nummer, doch finden sich immer wieder Rechnungsträger, die auf die bisherige Überweisungsart mit Kontonummer und Bankleitzahl abgestellt sind. Dieses Verfahren ist jedoch nur noch bis 31. Januar 2016 zulässig. Ab Februar benötigen Sie für alle Geldtransfers innerhalb der EU die neue IBAN-Nummer, so will es der Gesetzgeber. Alte Überweisungsträger und Formulare, die den Eintrag der gewohnten Kontodaten erfordern, sind dann nicht mehr statthaft.

Wo finde ich die IBAN-Nummer?
Die IBAN-Nummer sehen Sie auf allen Kontoauszügen oder im Online-Banking bei Ihren Kontoinformationen. Viele Geldhäuser drucken die IBAN-Nummer auch auf die zum Girokonto gehörende Girocard. Die IBAN-Nummer besteht aus Buchstaben und Ziffern. Am Anfang steht die jeweilige Länderkennung, in der das Konto geführt wird. Ein deutsches Konto hat das Kürzel DE. Danach folgen eine zweistellige Prüfziffer, anschließend die bekannte, achtstellige Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer. Ist Ihre Kontonummer kürzer, werden einfach ein paar Nullen angehangen.

Prüfen Sie Daueraufträge und Einzugsermächtigungen
Es empfiehlt sich, alle Daueraufträge, sofern noch nicht geschehen, auf die neue IBAN-Nummer umzustellen. Prüfen Sie auch bei sämtlichen Einzugsermächtigungen, etwa für Strom, Gas, Miete, Kindergarten oder Zeitungen, ob der Zahlungsempfänger die Überweisungsdaten auf das neue IBAN-Verfahren umgestellt hat. Normalerweise sollte dies im Lauf des Jahres 2015 automatisch geschehen sein. Wenn nicht, sollten Sie sich mit dem Anbieter oder Vertragspartner in Verbindung setzen und Ihre IBAN-Nummer mitteilen.

So können Sie sich Überweisungen erleichtern
Legen Sie Überweisungsvorlagen im Onlinebanking an und nutzen Sie diese bei schwankenden Zahlungsbeträgen oder unregelmäßigen Überweisungsterminen. Wird regelmäßig ein gleichmäßiger Betrag an einen bestimmten Empfänger überwiesen, sollten Sie einen Dauerauftrag einrichten.

Was bringt die IBAN-Nummer?
Die 2014 im Publikumsverkehr eingeführte IBAN-Nummer vereinheitlicht grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb der EU. Geldtransfers oder Zahlungen per Kreditkarte finden jetzt im Rahmen des sogenannten SEPA-Zahlungsraumes statt. Dieser europäische Zahlungsraum gewährleistet, dass Auslandstransfers genauso kostengünstig sind wie Inlandstransfers. Ohne SEPA-Transfer fallen bei Auslandsüberweisungen hohe Kosten an. Das gilt vor allem für Geldtransfers in EU-Länder ohne Euro, zum Beispiel nach Großbritannien. Im Extremfall kann eine solche Transaktion zehn Prozent des überwiesenen Betrags kosten. Das SEPA-System ist aber nicht nur preiswerter, es ist auch viel schneller. Sämtliche Onlinetransfers – egal, ob Ausland oder Inland – dauern jetzt nur noch einen Arbeitstag. Bislang konnten sich Auslandsüberweisungen bis zu einer Woche hinziehen. Vorteilhaft ist auch die neue SEPA-Lastschrift: Besitzen Sie eine Ferienwohnung in Italien oder Spanien können Sie anfallende Rechnungen und laufende Gebühren, etwa für Telefon, Strom oder Müllentsorgung, direkt per Lastschrift von Ihrem deutschen Konto abbuchen lassen. Bislang mussten Sie das Geld entweder separat überweisen oder ein Konto im Nachbarland eröffnen.