Credit Europe Bank Newsletter: Juli 2016

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Der Brexit und seine Folgen: Was müssen Anleger beachten?

Der Brexit macht Anlegern zu schaffen. Vor allem die Börsen sind seither sehr volatil. Am Tag nach dem britischen Volksentscheid verlor der DAX rund zehn Prozent, einige Banktitel schmierten mehr als 15 Prozent ab, das britische Pfund fiel auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren. Obwohl sich die Finanzmärkte inzwischen etwas beruhigt haben, bleibt die Situation unübersichtlich. Als Folge des Brexits rechnen die meisten Analysten mit Konjunktureinbußen. In den EU-Staaten soll das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr um ein halbes Prozent schwächer ausfallen.

Wie entwickeln sich die Finanzmärkte?
Die Auswirkungen auf Anleihen sind unübersehbar. Vor allem institutionelle Großanleger flüchten in sichere Staatsanleihen, was deren Kurse nach unten drückt. Folge: Die Renditen vieler britischer und deutscher Staatsanleihen liegen im Minus. Ähnliches Bild bei Aktien: Wer in britische Aktien bzw. in Unternehmen investieren will, die stark in Großbritannien engagiert sind, der verzeichnet Abschläge. Hier gilt es bis auf Weiteres Vorsicht walten zu lassen. Bessere Aussichten bestehen für US-Aktien, weil sich die Konjunktur in Amerika erstaunlich robust zeigt. Langfristig sollten sich die Aktienmärkte aber wieder stabilisieren und gute Chancen bieten.

Sparzinsen bleiben niedrig
Klar ist, dass die Notenbanken die brenzlige Situation tatkräftig entschärfen wollen. Die EZB wird ihr Anleihekaufprogramm weiter ausweiten, wenn nötig auch den Leitzins senken. Ähnliches ist aus der britischen Notenbank zu hören. Das bedeutet, dass die Zinsen vorerst sehr niedrig bleiben werden. Im schlimmsten Falle könnte der Leitzins sogar ins Minus rutschen. Für Sparer wäre dieses Szenario ein Albtraum, denn die Zinsen und damit die Renditen für Tagesgeld, Festgeld und Sparpläne würden weiter Richtung Nulllinie tendieren. Wer sichergehen möchte, könnte vorsorgen und sich jetzt mit Festgeld eindecken. Sollten die Zinsen tatsächlich weiter sinken, blieben ihre Gewinne stabil. Verbraucherschützer wie Merten Larisch von der Verbraucherzentrale Bayern empfehlen derzeit, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen. Die Devise sollte lauten; weniger spekulieren, sondern langfristig denken. „Um Risiken zu mindern und Chancen zu wahren, bieten sich auch Fonds oder kostengünstige Indexfonds an, sogenannte ETFs“, so Larisch. Fonds erzielen auf Dauer überdurchschnittliche Renditen bei überschaubaren Risiken und Kosten.

Lohnt der Immobilienkauf?
Immobilienkäufer können jubeln, denn der Brexit macht Baugeld noch billiger. Allerdings sind die Preise für Häuser und Wohnungen in vielen deutschen Städten inzwischen sehr hoch, so dass sich ein Investment nur in ausgewählten Lagen oder bei günstigem Kaufpreis lohnt. Ob sich der Erwerb rentiert, hängt vor allem von der weiteren Preisentwicklung ab. Aber selbst wenn die Immobilienpreise nicht weiter steigen sollten, eine relativ sichere Wertanlage sind intakte Häuser und Eigentumswohnungen in unsicheren Zeiten allemal, das eigene Vermögen scheint hier stabil angelegt.
 
Was passiert, wenn ich Geldanlagen bei einer britischen Bank habe?
Die britische Einlagensicherung zahlt im Ernstfall bis zu 75.000 Pfund Entschädigung. Das gilt unabhängig davon, ob dies nach aktuellem Kurs mehr oder weniger als die gesetzlich garantierten 100.000 Euro je Sparer sind. Allerdings sind viele britische Banken, die in Deutschland tätig sind, Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes. In diesem Fall sind größere Geldanlagen weit über die garantierten 75.000 Pfund abgesichert. Schlechter sieht es bei Fremdwährungskosten aus. Da das Pfund inzwischen deutlich verloren hat, bekommt man aktuell weniger für sein Geld, wenn man es jetzt in Euro umtauscht. Hier empfiehlt es sich, auf bessere Zeiten zu warten.

Altersvorsorge mit Fonds: Wie verhalten sich Kosten und Steuern?

Für die private Altersvorsorge mit Fonds stehen zwei Wege offen: der Fondssparplan und die private Rentenversicherung auf Fondsbasis. Unter Kostenaspekten kann der Fondssparplan punkten, vor allem, wenn Sie sich für einen Sparplan mit reduziertem Ausgabeaufschlag und preiswerter Depotverwahrung entscheiden. Viele Banken und Investmentgesellschaften offerieren Aktienfonds-Sparpläne zum halben Ausgabepreis. Statt fünf Prozent je Anteilskauf zahlen Sie dann nur 2,5 Prozent. Der Credit Europe Bank Partner Fidelity verzichtet vollständig auf Ausgabeaufschläge, Depotgebühren und Transaktionskosten. Bei einer monatlichen Rate von 200 Euro sparen Sie so übers Jahr gesehen im Vergleich immerhin 120 Euro, binnen zwanzig Jahren stolze 2.400 Euro. Die private Rentenversicherung kostet hingegen vier bis sechs Prozent Abschlussgebühr. Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro sind das bis zu 6.000 Euro, hinzu gesellen sich jährliche Gebühren, die dem Fondsvermögen entnommen werden.

• Wichtig: Der Kaufpreis sollte nicht das allein entscheidende Motiv für den Fondssparplan sein, vielmehr sollen die Wertentwicklung und die Qualität des Fonds im Mittelpunkt Ihrer Anlageentscheidung stehen. Erst wenn Sie von einem Fonds überzeugt sind, sollten Sie einen preiswerten Anbieter suchen. Fidelity können Sie auch persönlich kontaktieren, unter 0800 330 50 66 43 (gebührenfrei, Mo-Fr von 8 bis 18 Uhr) oder online unter www.fidelity.de/crediteurope

Steuern in der Ansparphase
Hier machen Fondspolicen eine gute Figur, da die Erträge fondsgebundener Rentenversicherungen während der Ansparphase keinem Steuerabzug unterliegen. Zudem sind Umschichtungen von Fondsanteilen nicht steuerlich relevant, da der Anteilswechsel innerhalb des Versicherungsmantels nicht als Veräußerung gilt. Kursgewinne von Fondssparplänen während der Ansparphase sind zwar ebenfalls steuerfrei, allerdings sind die ausgeschütteten Zinsen und Dividenden sowie Umschichtungen in andere Fonds abgeltungssteuerpflichtig.

Auszahlphase: Vorteile für beide Seiten
Beim Verkauf von Anteilen aus einem Fondssparplan fällt 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag auf den Wertzuwachs an. Steuermindernd können Vorsorgesparer ihren Sparerpauschbetrag einsetzen. Dadurch bleiben jährliche Erträge bis zu 801 Euro steuerfrei. Unterm Strich ist die Steuerbelastung für Fondssparer dadurch vergleichsweise moderat.

Bei Auszahlung einer privaten Rentenversicherung besteht Wahlrecht zwischen Kapitalauszahlung oder lebenslanger Rente. Bei der Kapitalauszahlung werden nach einer Mindestvertragslaufzeit von zwölf Jahren und einem Mindestalter von 62 Jahren die Nettoerträge zur Hälfte steuerfrei ausgezahlt und die andere Hälfte mit dem gültigen persönlichen Steuersatz besteuert. Im schlimmsten Fall zahlen Sie also unterm Strich bis zu 21 Prozent Steuern. Im Fall der Verrentung fällt hingegen nur Steuer auf den sogenannten Ertragsanteil an. Dieser bemisst sich am Lebensalter bei Rentenbeginn. Soll die Privatrente mit 65 starten, so beträgt der Ertragsanteil lebenslang nur 18 Prozent. Das heißt, 82 Prozent der Rentenzahlungen bleiben immer steuerfrei.

Fazit

Aus Kostenperspektive ergeben sich klare Vorteile für den Fondssparplan. Aus steuerlicher Sicht hat die private Rentenversicherung leicht die Nase vorn, das gilt vor allem bei Verrentung.

Übrigens: Mit dem Fondssparplan bleiben Sie flexibel! Sie können täglich darüber verfügen, während Sie mit der Fondspolice bis zum Renteneintritt gebunden sind.

 

Hausratversicherung: So sind Sie auch am Ferienort gut geschützt

Wie schnell ist es passiert: Einmal die Balkontür des Hotelzimmers nicht richtig abgesperrt - und Schwupps fehlt die Handtasche oder die teure Kamera. Um sich vor Schäden bei einem Einbruch zu schützen, benötigen Sie nicht unbedingt eine Reisegepäckversicherung. Hilfe im Schadenfall leistet auch die bestehende Hausratversicherung. Die sogenannte „Außenversicherung“ ist Bestandteil vieler Hausratpolicen und schützt die persönlichen Gegenstände am Urlaubsort. Wurde die Hausratversicherung vor 1992 abgeschlossen, gilt das aber nur in Ausnahmefällen. Hier sollten Sie den Schutzumfang prüfen und gegebenenfalls erneuern.

Was beinhaltet die Außenversicherung
Die Außenversicherung schützt Hausrat, der sich vorübergehend außerhalb der versicherten Wohnung befindet. Infrage kommt vor allem Reisegepäck, das in Hotelzimmern oder Ferienhäusern lagert. In der Regel sind Gegenstände und Wertsachen weltweit drei Monate lang versichert. Als Faustregel für die Versicherungssumme gilt: Zehn Prozent der Versicherungssumme der Hausratpolice, maximal 10.000 Euro.

Die Hausratpolice unterstützt die Versicherten auch bei einem Überfall auf offener Straße. Die Außenversicherung leistet allerdings nur dann Schadenersatz, wenn es sich um einen gewaltsamen Raub handelt. Das heißt: Sie müssen in eine Auseinandersetzung mit einem Angreifer verwickelt sein und dies glaubhaft belegen können, etwa durch einen Polizeieintrag. Einfache Delikte, etwa Schäden durch Trick- oder Taschendiebstähle, reguliert die Hausratversicherung nicht. Großzügiger zeigen sich die Versicherer, wenn Reisegepäck oder Wertsachen durch Sturm, Hagel oder Brand am Urlaubsort beschädigt oder vernichtet werden. In diesem Fall erhalten Sie vernichtete Gegenstände ersetzt. 

Wann greift die Außenversicherung nicht?
Bevorzugen Sie alternative Urlaubsunterkünfte, etwa das Zelt oder den Wohnwagen, sollten Sie sich vor der Reise vergewissern, ob diese Orte von Ihrer Außenversicherung erfasst sind. Bei Zelten ist das in der Regel nicht der Fall, bei Wohnwagen zeigen sich einige Versicherer hingegen offen und erlauben Diebstähle aus dem geschlossenen Fahrzeug in die Hausratpolice einzuschließen. Das gleiche gilt für Kreuzfahrten auf Schiffen. Anders sieht die Sache bei einer eigenen Ferienwohnung aus. Hier benötigen Sie eine separate Hausratversicherung, weil Möbel und Gegenstände nicht vorübergehend, sondern dauerhaft dort gelagert sind.

Wie verhalte ich mich im Schadenfall?
Bei einem Einbruchsdiebstahl müssen Sie sich in jedem Fall an die örtliche Polizei wenden und den Schaden anzeigen. Außerdem benötigen Sie einen Nachweis über die entwendeten Sachen und deren Wert. Hilfreich sind Fotos und Einbruchspuren vom Tatort. Bei Autodelikten greift die Police allerdings nur, wenn die Wertsachen nicht offen und für alle sichtbar auf der Rückbank lagen und wenn das Auto in einem Parkhaus stand. Außerdem gelten Höchstbeträge, meist geht der Versicherungsschutz nicht über einige hundert Euro hinaus. Wichtig: Schließen Sie Ihr Hotelzimmer oder Auto immer sorgfältig ab, damit sich die Versicherung nicht quer stellt.