Credit Europe Bank Newsletter: Juni 2016

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Warum sich Festgeld trotz Niedrigzinsen lohnt

Die Nettorendite vieler Geldanlagen ist besser als es die geringen Sparzinsen suggerieren. Ursache hierfür ist die sinkende Inflationsrate. Sie verbessert stetig den realen Gewinn von Sparguthaben. In den letzten Jahren ist die Inflationsrate in Deutschland bis auf 0,1 Prozent gefallen. Dies ist für Verbraucher und Sparer eine gute Nachricht. Die schwindende Teuerung bewirkt zwar sinkende Sparzinsen, doch im Gegenzug steigen die Nettorenditen. Vor allem Direktbanken und ausländische Geldinstitute ermöglichen derzeit attraktive Verzinsungen.

Festgeld hat den Vorteil, dass die Guthabenzinsen auch bei sinkendem Zinsniveau nicht nachgeben. Wer zum Beispiel vor einigen Jahren Festgeld mit langer Laufzeit abgeschlossen hat, der freut sich heute über Verzinsungen von drei oder vier Prozent. Solche Zinsen sind heute zwar nicht möglich, doch manche Bank, wie die Credit Europe Bank, bietet immer noch bis zu 1,75 Prozent Zinsen für langlaufendes Festgeld.

Langfristiger Renditevergleich nicht nachteilig
Im langfristigen Renditevergleich fällt auf, dass 1,75 Prozent Zinsen keineswegs eine Magerrendite ist. Ein Beispiel: Im Jahr 2008, also im Jahr des Beginns der Finanzkrise, verzinste sich Festgeld mit zehnjähriger Laufzeit mit durchschnittlich 4,5 Prozent. Zieht man davon die damalige Inflationsrate von 2,6 Prozent ab, so lag die reale Rendite bei etwa zwei Prozent. Drei Jahre später war die Lage deutlich schlechter: Einer Durchschnittsverzinsung von 3,25 Prozent stand eine Geldentwertung von 2,1 Prozent gegenüber. Unterm Strich sprang 2011 also nur eine Nettorendite von 1,15 Prozent heraus. Gemessen an diesen Ergebnissen sind die heute möglichen 1,75 Prozent nicht zu verachten. Das gilt besonders vor dem Hintergrund, dass eine Zinswende nicht in Sicht ist. Im Gegenteil die Sparzinsen sind nach wie vor auf dem Rückzug.

Unterschiedliche Laufzeiten kombinieren
Wer nicht sein komplettes Anlagekapital für eine bestimmte Zeit festlegen, sondern flexibel aber zinssicher anlegen möchte, der kann den Anlagebetrag splitten. Verteilen Sie das Ersparte auf verschiedene Laufzeiten, bleiben Sie beweglich und können, falls die Zinsen steigen, stets einen Teil Ihres Ersparten zeitnah in besser verzinste Festgelder umschichten. Der noch festliegende Teil erwirtschaftet unterdessen weiterhin sichere Renditen.

 

 

Aktivurlaub und Versicherungsschutz: Welche Police brauche ich?

Viele Menschen möchten dem gleichförmigen Büroalltag etwas entgegensetzen und sich am Wochenende oder im Urlaub aktiv bewegen. Neben Wandern und Radfahren werden dabei vor allem Risikosportarten wie Klettern, Mountainbiken oder Gleitschirmfliegen immer beliebter. So schön Bewegung an frischer Luft ist, zwei Voraussetzungen müssen dafür aber gegeben sein: Erstens das nötige Kleingeld, um sich teure Sportgeräte leisten zu können, und zweitens ausreichender Versicherungsschutz, damit im Ernstfall niemand das Nachsehen hat.

Mountainbike für 12.000 Euro
Selbst an steilen Gipfeln begegnen Bergwanderer immer öfter Radfahrern. Schmalste Trails und steinige Pfade sind für geübte Biker heute kein Problem mehr. Möglich macht dies unter anderen neueste Technik. Mit ultraleichten Carbonrädern und guter Fahrtechnik lässt sich inzwischen fast jeder Berg bezwingen. Doch solche Bikes kosten. Das neueste Plasma Premium Bike von Scott kostet zum Beispiel mehr als 12.000 Euro – so viel wie ein Kleinwagen. Natürlich geht es auch eine Nummer kleiner, aber ein paar Tausend Euro sind für ein gutes Sportgerät inzwischen keine Seltenheit. Da kommt es gerade recht, dass die Zinsen im Keller sind. Bankkredite gibt es derzeit schon für weniger als drei Prozent Zinsen. Wer sich 5.000 Euro borgt, der zahlt bei dreijähriger Laufzeit gerade mal 145 Euro im Monat. Das lässt die Anschaffung eines teuren Bikes oder eines ultraleichten Gleitschirms durchaus verkraften. Wer noch ansparen muss, der findet in Festgeld eine gute und vor allem sichere Sparalternative.

Pflichtversicherungen für Extremsportler
Bevor es in die Natur geht, sollte man sich fragen: Welchen Versicherungsschutz brauche ich? Schließlich ist Vorsorge besser als Nachsicht. Niemand möchte bei einem Unfall ohne finanzielle Absicherung dastehen oder in Mitleidenschaft gezogene, dritte Personen nicht entschädigen können. Diese Policen sind daher Pflicht:

• Unfallversicherung: Sie gehört zu den wichtigsten Policen für Risikosportler. Die Unfallversicherung garantiert eine finanzielle Absicherung bei Invalidität. Nach einem Unfall mit bleibender oder lang anhaltender Verletzung zahlt die Police pauschale Beträge aus. Bei einem komplizierten Knochenbruch können dies zum Beispiel mehrere Tausend Euro sein. Die Höhe der Auszahlung ist an den Grad der Invalidität geknüpft. Der Prozentsatz richtet sich nach der sogenannten Gliedertaxe.

• Berufsunfähigkeitsversicherung: Genauso wichtig wie die Unfallversicherung ist der Schutz gegen Berufsunfähigkeit (BU). Die BU-Police sichert den Verdienstausfall ab, wenn man wegen Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann. Im Gegensatz zur Unfallversicherung, die nur einmalig zahlt, überweist die BU-Versicherung dauerhaft Geld und garantiert somit langfristig das lebensnotwendige Einkommen.

• Privathaftpflicht: Zum absoluten Muss für Rad- und Skifahrer gehört die private Haftpflichtversicherung. Sie ersetzt Schäden, die Sie anderen Personen zufügen. Dabei ist es egal, ob der Wind Ihr Fahrrad umwirft und dabei eine Schaufensterscheibe oder ein Auto beschädigt wird, ob Sie eine andere Person auf der Skipiste verletzen oder ob Sie jemanden zum Ausweichen mit teuren Unfallfolgen zwingen – der finanzielle Schaden kann erheblich sein. Dagegen sind die Jahreskosten einer privaten Haftpflichtpolice mit rund 50 Euro ein Klacks.

• Risikolebensversicherung: Sportler, die Angehörige absichern müssen, sollten über eine Risikolebensversicherung nachdenken. Gerade beim Biken, Klettern oder Gleitschirmfliegen passieren immer wieder tödliche Unfälle. Familienangehörige oder Verwandte erhalten im Ernstfall die vereinbarten Entschädigungssummen, damit sie nach dem schmerzlichen Verlust nicht auch noch in finanzielle Schwierigkeiten geraten.   

Erbrecht: Wer Angehörige pflegt, bekommt jetzt mehr

Das reformierte Erbrecht stellt Kinder besser, die ihre Eltern pflegen. Sie haben einen Anspruch auf Vermögensausgleich aus dem Erbe für ihre geleistete Arbeit. Die seit 2010 geltende Regelung verbessert vor allem die Stellung von Hausfrauen, die vor der Pflege kein Einkommen hatten sowie Kinder und Angehörige, die die Doppelbelastung von Beruf und elterlicher Pflege auf sich nehmen. Der Nachweis von Einkommensverlusten, um den vermehrten Aufwand der häuslichen Pflege beim Erbe geltend zu machen, ist nicht mehr nötig.

Pflegeaufwand wird aus dem Erbe bestritten
Die neue Regelung sieht vor, dass der Kostenaufwand bzw. die Arbeitsleistung des Pflegers finanziell berechnet und der Betrag vom zu verteilenden Erbe vorab abgezogen wird. Das verbleibende Erbe wird dann gesetzlich oder testamentarisch auf alle berechtigten Erben verteilt. Hinterlässt eine Mutter beispielsweise ihren Kindern 80.000 Euro und hatte ein Kind in den letzten Jahren einen Pflegeaufwand von 15.000 Euro, so verbleibt ein aufzuteilendes Erbe von 65.000 Euro. Die pflegende Tochter erhält 15.000 Euro Pflegeaufwand plus 32.500 Euro vom übrigen Erbe. Das nichtpflegende Kind bekommt 32.500 Euro.

Unklarheit bei Bewertung des Pflegeaufwands
Ein Problem des reformierten Erbrechts ist, das es nicht definiert, wie eine Pflegeleistung finanziell bewertet wird. Es gibt weder einen festgelegten Stundenlohn noch offizielle Richtlinien. Dies führt leider ziemlich oft zu Streit vor den Gerichten. Um zu einer Lösung zu kommen, haben die Richter meist den Wert des Nachlasses insgesamt im Auge. Hinterlässt ein Angehöriger beispielsweise nur 10.000 oder 20.000 Euro, wird der Richter kaum den Großteil des Geldes als Pflegeaufwand akzeptieren. Anders sieht es bei großen Vermögen aus. Im Jahr 2008 sprach zum Beispiel das Gericht einer Klägerin, die ihre Mutter acht Jahre lang gepflegt hatte, den Betrag von 30.000 Euro zusätzlich zu ihrem Erbe zu.

Pflegeaufwand dokumentieren
Pflegen Sie Angehörige, sollten Sie in jedem Fall Ihren Pflegeaufwand und die entstehenden Kosten dokumentieren und Belege sammeln. Detaillierte Angaben und Beweise helfen bei Auseinandersetzungen weiter. Die Gerichte orientieren sich häufig an den Pflegesätzen der Kassen, um etwaige Ansprüche zu ermitteln.

Entschädigen durch Schenkung
Sind Sie Erblasser und möchten Ihre Pflegehilfe angemessen entschädigen, so können Sie dies mittels Testament tun. Eine andere Variante ist, bereits zu Lebzeiten Vermögen zu verschenken. Angehörige erhalten dadurch sofort finanzielle Unterstützung. Schenkungen innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Tod des Erblassers zählen allerdings zur Erbmasse und werden mit möglichen Ansprüchen verrechnet. Im Gegensatz zu früher erfolgt die Verrechnung aber nur noch anteilig. Das heißt, Schenkungen im letzten Jahr vor dem Tod zählen zu einhundert Prozent zur Erbmasse, danach nimmt der Wert jedes Jahr ab. Nach fünf Jahren vor dem Tod wird eine Schenkung nur noch zur Hälfte und nach neun Jahren zu zehn Prozent in der Erbmasse berücksichtigt.