Credit Europe Bank Newsletter: September 2016

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Das Girokonto wird teurer: So halten Sie die Kosten auf Sparflamme

Viele Kreditinstitute führen neue Preismodelle bei Girokonten ein. Ein wichtiger Kostenfaktor ist die Grundgebühr. Bei Filialkonten mit Schalterservice verdoppelt sich nicht selten die Gebühr auf zehn oder fünfzehn Euro pro Monat. Reine Online-Konten sind nicht mehr gratis, sondern berechnen nun zwei oder drei Euro im Monat. Das gleiche Bild zeichnet sich bei den Nebenkosten ab. Vor allem Kreditkarten und Überweisungen werden teurer. Das betrifft nicht nur Geldtransfers am Schalter, sondern auch die Bedienung des SB-Terminals. Neuerdings werden Kontoinhaber zur Kasse gebeten, wenn sie eigenhändig Geld am Bankautomat überweisen. Bis zu 2,50 Euro pro Transaktion stellen die Institute dafür in Rechnung. Auch die bislang gebührenfreien EC Karten kosten bei vielen Banken inzwischen zehn oder zwölf Euro Jahresgebühr.

Auf preiswerteres Konto bei Hausbank umsteigen
Erhebt Ihr Girokonto neuerdings Gebühren, sollten Sie Ihre Bank nach Alternativen fragen. Häufig findet sich eine preiswertere Kontovariante. Aber Vorsicht: Nicht immer ist ein angeblich kostenloses Girokonto auch wirklich gebührenfrei. „Verbraucher haben es zunehmend schwer, die komplexen Gebührenmodelle zu durchschauen“, kritisiert Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband. Wenn etwa die Bankkarte Geld kostet oder die Kontogebühr erst ab einem bestimmten Geldeingang entfällt, dann ist das Konto nicht bedingungslos kostenlos. Als Faustregel gilt: Ein Konto, das alle Leistungen einzeln abrechnet, ist unterm Strich meist teurer als eines mit Pauschalgebühr. In Einzelfällen kann der Umstieg auf ein Girokonto mit Gehaltszwang Vorteile bringen, nämlich dann, wenn der geforderte Gehaltseingang unter dem eigenen Nettoeinkommen liegt. Dann entfällt die Kontoführungsgebühr.

Gratis-Konto bei Direktbank wählen
Echte Null-Euro-Konten finden Sie nach wie vor bei Direktbanken.  Direktbank-Konten funktionieren hauptsächlich über das Internet, häufig ist aber auch telefonische Kontoführung möglich. Kostengünstiges Onlinebanking ermöglicht es den Geldhäusern, Kontoführung, Kreditkarten und Geldtransfers weiterhin gebührenfrei anzubieten.

Kontomodelle kombinieren
Eine dritte Möglichkeit ist die Kombination der Vorteile von Online- und Offline-Konten. Das geht so: Sie suchen sich ein gutes preiswertes Filialkonto und führen es via Internet. Wenn das für Sie, wie für Millionen andere Deutsche, kein Problem ist, dann haben Sie eine elegante Mischlösung gefunden. Denn trotz Onlinekonto können Sie den Bankservice in der Filiale nutzen: Beratung, Betreuung, Kontoeröffnung und Transaktionen am Bankschalter stehen Ihnen uneingeschränkt offen. Allerdings sollten Sie vorab die Gebührentabelle studieren. Häufig sind zwar Beratung und Kontoeröffnung kostenlos, gebührenfreie Geldtransfers gibt es für Onlinekonten aber nur via Internet.

Mietwohnung: Wie legt man die Kaution sinnvoll an?

Die Mietkaution dient dem Vermieter als Sicherheit, falls während des Mietverhältnisses Schäden an der Mietwohnung entstehen oder die Miete bzw. die Betriebskosten nicht vollständig bezahlt werden. Immer weniger wird die Kaution als Barkaution hinterlegt, alternative Anlageformen werden immer beliebter. Wichtig ist, dass der Vermieter die Kaution separat von seinem Vermögen anlegt. Ein Recht darauf, dass die Kautionszahlung auf einen Schlag überwiesen wird, besitzt der Vermieter dabei nicht. Mieter dürfen die Kaution auch in drei gleichen Monatsraten entrichten. Diese Anlageformen sind möglich:

Barkaution
Bei der Barkaution fließt das Geld entweder Bar oder per Überweisung zum Vermieter. Dieser zahlt die Kaution auf ein eigenständiges Konto ein. Das Konto muss über einen Zinssatz verfügen, der für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblich ist. Dabei ist der Vermieter aber nicht verpflichtet, aktiv nach einem Konto mit dem besten Zinssatz zu suchen. Ein Konto mit durchschnittlichen Konditionen genügt.

Kautionssparbuch
Sehr beliebt ist die Geldanlage auf einem Kautionssparbuch. Dabei eröffnet der Mieter ein Sparbuch auf seinen Namen, legt die Kaution dort an und verpfändet das Sparbuch dann an den Vermieter. Im Bedarfsfall kann der Vermieter auf das Kautionsgeld zugreifen, der Mieter jedoch nicht. Verpfändete Geldanlagen müssen aber nicht unbedingt aus einem Sparbuch bestehen, auch Festgeld, Tagesgeld und Wertpapiere, etwa Bundesanleihen, lassen sich an Dritte abtreten. Der Vorteil: Häufig erzielen alternative Anlageformen höhere Zinsen als Sparbücher. Das Geld sollte allerdings nicht fest gebunden sein. Eine fünfjährige Festgeldanlage werden Vermieter kaum akzeptieren, da sie dann jahrelang nicht an das Kautionsgeld kommen.

Kaution in Form von Wertpapieren
Langzeitmieter sollten eine besondere Kautionsform ins Auge fassen: Fonds. Da es aktuell kaum Zinsen für festverzinsliche Bankprodukte gibt und bei Bundesanleihen sogar Minuszinsen drohen, sind Aktienfonds eine chancenreiche Anlagealternative. Dabei ist wichtig, dass der Anlagehorizont möglichst lang ist und die Fonds ausgewogen und breit gestreut investieren, um Verluste zu vermeiden. Infrage kommen etwa ausgewogen anlegende Mischfonds oder global ausgerichtete Substanzwertefonds. Analog zum Kautionssparbuch kauft der Mieter die Fondsanteile und verpfändet sie dann an den Vermieter. Aber Achtung: Fonds beinhalten keine Gewinngarantie. Steht der Fonds bei Beendigung des Mietverhältnisses im Minus, drohen dem Mieter Verluste und der Vermieter kann gegebenenfalls nicht vollständig auf die vereinbarte Kautionssumme zurückgreifen. Als Wertpapieralternative können vorsichtige Vermieter auf mündelsicheren Wertpapieren bestehen. Diese Geldanlagen sind besonders sicher.

Mietbürgschaft
Immer häufiger vereinbaren beide Parteien anstelle der Kaution eine Bankbürgschaft. In diesem Fall verpflichtet sich die Bank gegenüber dem Vermieter, für die Kautionsverpflichtungen des Mieters geradezustehen. Daneben gibt es auch Kautionsschutzbriefe. Diese werden meist von Versicherungen in Policenform angeboten. In beiden Fällen wird zwar eine Gebühr fällig, im Gegenzug muss der Mieter aber nicht das Kautionsgeld aufbringen.

Gerne informiert Sie der Credit Europe Bank Partner Fidelity über die Möglichkeiten einer Anlage der Mietkaution in Fonds.

Immobilie verkaufen: Warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist

Immobilien als Wertanlage stehen hoch im Kurs, das treibt die Preise immer weiter an. In begehrten Großstädten legen Käufer bereits bis zum vierzigfachen der Jahresnettokaltmiete auf den Tisch, nur um den Zuschlag zu erhalten. Was Käufer ärgert, freut Verkäufer. Sie können mit ihrer Immobilie extrem hohe Erlöse erzielen. Für Erben und ältere Eigentümer mit Verkaufsabsichten könnten die Sterne kaum besser stehen.

Gerade Senioren können die günstige Verkaufssituation für sich nutzen. Häufig ist das Familienheim inzwischen zu groß und der Unterhalt kostet viel Geld. Interessiert sich keiner der Erben dafür, dürfte der Verkauf des Objekts so viel Erlös bringen, dass man mühelos eine kleinere, altersgerechte Wohnung damit finanzieren kann.

Zögern kann Geld kosten
Viele Eigentümer zögern jedoch mit dem Hausverkauf, weil sie nicht so recht wissen, wie sie den Ertrag abzüglich der neu zu kaufenden Eigentumswohnung anlegen sollen. Die Sparzinsen sind im Keller und Wertpapiere wie Aktien oder Fonds bergen Risiken. Immer wieder ist der Satz zu hören: Wir warten noch, bis sich die Zinssituation erholt. Doch die zögerliche Haltung kann sich rächen. Drei Argumente sprechen dagegen:

1. Niemand weiß, wann die Zinswende kommt. In der Zwischenzeit wird der Senior immer Älter und die Wohnsituation immer unpassender.
2. Nach der möglichen Zinswende wird es schwer sein, die heutigen Preise zu erreichen. Grund: Steigen die Zinsen, sinkt die Nachfrage und damit die Immobilienpreise. Schließlich sind weniger Käufer in der Lage, sich ein Eigenheim zu leisten.
3. Zudem verschlechtert sich die Finanzierungssituation für Käufer. Steigende Zinsen führen zwangsläufig zu höheren Kosten und die Banken werden die Vergabe von Krediten kritischer bewerten, als dies aktuell der Fall ist.

Ein Drittel Abschlag bei Immobilienbewertung möglich
Wann eine Trendumkehr bei den Zinsen erfolgt, ist schwer auszumachen. Hausbesitzer, die aktuell mit einem Verkauf liebäugeln, sollten daher die Gunst der Stunde nutzen und einen guten Schnitt machen. Experten schätzen, dass die Lücke, die zwischen dem jetzigen und einem späteren Verkaufspreis klaffen kann, 20 bis 30 Prozent betragen kann, im Extremfalls sogar mehr.