Credit Europe Bank Newsletter: Februar 2017

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Girokonto für Paare: Gemeinsame Kasse oder getrennt?

Über 80 Prozent der in Deutschland lebenden Paare nutzen ein gemeinsames Girokonto. Doch alles in einen Topf werfen, das wollen nur die wenigsten. Laut einer Forsa-Umfrage besitzt ein Drittel der Eheleute sowohl ein gemeinsames als auch ein eigenes Girokonto. Bei den Jüngeren unter 35 Jahren hat sogar fast jeder Zweite gemeinsame und eigene Konten. Dabei hat das Gemeinschaftskonto unbestrittene Vorteile: Es ist effektiv, schafft Vertrauen und ermöglicht einen schnellen Überblick über die Finanzen. Die einzelnen Haushaltsrechnungen müssen nicht mühselig auseinander dividiert und separat überwiesen werden, sondern werden einfach aus der Gemeinschaftskasse beglichen.

So funktioniert das Gemeinschaftskonto
Wie der Name schon sagt, teilen sich bei einem Gemeinschaftskonto mehrere Personen ein Girokonto. Die Anzahl der Personen und deren Beziehung untereinander, spielen dabei keine Rolle. Sowohl verheiratete als auch unverheiratete Paare, eingetragene Lebenspartnerschaften sowie größere Personengruppen können ein Girokonto als Gemeinschaftskonto führen.

Und-Konto bzw. Oder-Konto – Wo ist der Unterschied?
Gemeinschaftskonten gibt es in zwei Ausführungen: als Und-Konto und als Oder-Konto. Der entscheidende Unterschied liegt in die Verfügungsgewalt. Bei einem Und-Konto können die Kontoinhaber sämtliche Bankgeschäfte wie Überweisungen, Daueraufträge oder die Erteilung von Lastschriften nur in gegenseitigem Einvernehmen durchführen. Jeder Verfügungsberechtigte muss der Transaktion zustimmen. Nicht so bei einem Oder-Konto. Hier kann jeder Kontoinhaber eigenständig agieren und Bankgeschäfte vornehmen. Lediglich die Auflösung des Girokontos und die Erteilung von Kontovollmachten an Dritte bedarf der Zustimmung aller Partner.    

Oder-Konto haftet wechselseitig
Das Oder-Konto ist aufgrund der leichteren Handhabung die gängigste Form des Gemeinschaftskontos. Dabei sollten Paare aber wissen, dass diese Konto-Art wechselseitige Schuldenhaftung bedingt. Wird das Oder-Konto von einem Partner bis zum Anschlag ausgereizt, muss auch der andere Partner für die Miesen gerade stehen. Liegt ein Pfändungsbeschluss gegen einen Kontoinhaber vor, wird das gesamte Guthaben auch gegen den Willen des anderen Partners eingezogen.

Beim einem Und-Konto sieht die Sache anders aus: Wird das Und-Konto gepfändet, darf der betreffende Kontoinhaber nicht mehr an das Girokonto heran. Das Problem: Da alle Transaktionen, auch Geldabheben, nur gemeinschaftlich erfolgen dürfen, ist faktisch kein Zugriff mehr auf das Konto möglich. Der Ausweg für die nicht betroffenen Kontoinhaber: Sie müssen den Nachweis einer sogenannten Bruchteilsgemeinschaft führen. Gelingt dies, wird nicht automatisch das gesamte Vermögen gepfändet, sondern nur der Teil, gegen den ein Pfändungsbeschluss vorliegt. 

Steuerfalle beachten
Aus steuerlicher Sicht kann es problematisch werden, wenn einer der Kontoinhaber eine größere Zahlung erhält und das Geld auf das Gemeinschaftskonto überweist. Beim Oder-Konto geht der Fiskus davon aus, das über eine Einzahlung zum Beispiel aus einer Lebensversicherung alle Kontoinhaber zu gleichen Teilen verfügen dürfen. Damit besitzen auch diejenigen, die nichts eingezahlt haben, plötzlich ein kleines Vermögen. Sind die Beträge hoch, kann Schenkungssteuer anfallen. Verheiratete und eingetragene Lebenspartnerschaften sind fein raus, denn sie genießen einen hohen Steuerfreibetrag von 500.000 Euro. Nicht so Geschwister und unverheiratete Kontoinhaber. Sie verfügen nur über einen Freibetrag von 20.000 Euro. Bei größeren Geldbeträgen fällt ziemlich schnell Schenkungssteuer an, und zwar bis zu 43 Prozent!

 

Strengere Vergabepraxis bei Baukrediten: So erhalten Sie trotzdem Geld

Die neue Wohnimmobilienkreditrichtlinie verlangt von Banken, dass sie bei der Kreditvergabe vorrangig die individuelle finanzielle Situation des Antragstellers berücksichtigen und weniger den mit dem Kauf erworbenen Immobilienwert. Die Folge: Können ältere Kreditsuchende das gewünschte Baudarlehen nicht mehr während des Erwerbslebens zurückzahlen, haben sie häufig das Nachsehen. Im Nachteil sind jetzt auch junge Familien, da Elternzeit und Erziehungspausen als Risikofaktoren bei der Kreditvergabe bewertet werden.

Reform der Richtlinie nach Protesten
Die Kreditrichtlinie hatte zunächst gravierende Folgen: Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband vermeldete für das 1. Halbjahr 2016 einen Rückgang der Kreditvergabe um neun Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) bezifferte das Minus bei seinen Mitgliedern sogar auf 15 Prozent. Nach Protesten von Verbänden und Banken hat die Bundesregierung gegengesteuert und die Vorgaben Ende 2016 entschärft. Ein wesentlicher Punkt zur Verbesserung der Bonität von Kreditnehmern ist nunmehr die Vorgabe, dass sowohl der Wert als auch die Wertsteigerung der Immobilie künftig wieder stärker bei der Kreditvergabe berücksichtigt werden. Das gilt auch, wenn der Marktwert nach Umbauten oder Ausbauten am Objekt steigt.
 
Was tun, wenn der Kredit wackelt?
Trotz der Verbesserung gilt: Baukredite müssen nachhaltig finanzierbar sein. Stellen Banken das Finanzkonzept des Antragstellers infrage, muss dieser nachbessern. Eine Möglichkeit ist, das Eigenkapital aufzustocken. Die Verbraucherzentralen raten Kreditnehmern mindestens 20 bis 30 Prozent Eigenkapital in die Finanzierung einzubringen, besser mehr. Um dies zu erreichen kann man entweder ausreichend Eigenmittel ansparen, seine Lebensversicherung beleihen, das in Aussicht stehende Erbe vorziehen oder Geld bei Verwandten borgen. Höheres Eigenkapital verringert den Darlehensbedarf und senkt die Kreditbelastung. Sinnvoll kann auch eine schnellere Tilgung sein. Das empfiehlt sich vor allem für ältere Darlehensnehmer, denn eine hohe Tilgungsquote verkürzt die Kreditlaufzeit.

Eine weitere Möglichkeit besteht im Absenken des Kreditbedarfs. Wählt man beispielweise die eigenen vier Wände eine Nummer kleiner, verringert sich der Kaufpreis und damit der Finanzierungsbedarf. Außerdem sollte man vor dem Kreditantrag bei der Bank seine Schufa-Daten prüfen. Die bei der Schufa hinterlegten Daten sind eine wichtige Basis für Banken, um die Kreditwürdigkeit des Kunden einzuschätzen. Jeder kann einmal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft einholen. Sind die Daten fehlerhaft, kann man sie korrigieren lassen und damit unter Umständen seine Bonität verbessern.

 

Passwörter im Internet: So wird Ihr Login sicher

Nach Angaben des Internetportals Web.de finden es 56 Prozent der Befragten lästig, bei immer mehr Diensten einen eigenen Login einrichten zu müssen. Viele Internetnutzer sind bei 15 oder gar 20 Online-Diensten angemeldet. Kein Wunder, dass sich viele Internetnutzer von der Menge der Passwörter inzwischen überfordert fühlen.

Experten empfehlen, für jeden Portalzugang ein eigenes, möglichst komplexes Passwort zu verwenden und dieses regelmäßig zu ändern. Die Mehrheit der Internetnutzer nutzt allerdings immer wieder dasselbe Passwort oder ändert von Portal zu Portal nur einen Buchstaben oder eine Zahl. Für Hacker ist das eine wahre Einladung. Ist das Passwort erst einmal geknackt, sind automatisch auch alle anderen Zugänge gefährdet.

Wie sieht ein sicheres Passwort aus?
Wirklich sichere Passwörter bestehen aus einer Kombination von
• Groß- und Kleinbuchstaben,
• Zahlen,
• Sonderzeichen.

Am sichersten ist es, kein real existierendes Wort zu verwenden, zum Beispiel keinen Vornamen, kein Tier und auch kein Hobby. Der Zeichenmix sollte möglichst ausgefallen sein. Die Kombination „Sommer63“ genügt genauso wenig wie „ItaloVespa99“. Verwenden Sie möglichst viele Sonderzeichen, denn sie machen ein Passwort schwer entzifferbar. Ein sicheres Passwort sieht etwa so aus: TUw4Erxt56plß.

Wie merke ich mir komplizierte Passwörter?
Zugegeben, solch komplexe Passwörter kann man sich schwer merken. Bei zehn oder zwanzig verschiedenen Passwörtern geht dies schon gar nicht mehr. Die Zugangscodes ins Handy notieren und dieses als Gedankenstütze zu nutzen, ist keine gute Idee. Denn geht das Smartphone verloren, stehen Ganoven Tür und Tor offen.

Sicherer ist es Eselsbrücken zu nutzen. Eine Möglichkeit bieten zum Beispiel Sprichwörter wie „Ist der Mai kühl und nass, füllt‘s dem Bauern Scheu‘r und Fass. Daraus entsteht das Kennwort: IdMkun,fdBSuF. Mischen Sie den Buchstaben noch Zahlen und Sonderzeichen hinzu, etwa 1Mai) und 9#Fässer, dann ist das sichere Passwort fertig. 

Passwörter aus dem Internet
Weniger kreative Internetnutzer finden im Netzt unkomplizierte und schnelle Hilfe. Sogenannte Passwort-Generatoren kreieren in Sekundenschnelle sichere Passwörter per Zufallsprinzip. Da diese einmalig sind und nicht gespeichert werden, gelten sie als sehr sicher. Fündig werden Sie zum Beispiel auf der Website: www.sicherespasswort.com. Nachteil: Diese Passwörter kann man sich nicht per Eselsbrücke merken, hier hilft nur aufschreiben.