Credit Europe Bank Newsletter: Januar 2017

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Die Fondssieger 2016: Welche Kategorien hatten die Nase vorn?

Die Performancesieger des Jahres 2016 sind Rohstofffonds. Vor allem Fonds, die in Silber und Weißmetalle investierten, waren kaum zu bremsen. Mehr als 125 Prozent Kursplus erzielten zum Beispiel die Fonds Lithium Index Strategie Fonds vom Münchner Bankhaus von der Heydt sowie der Stabilitas Silber + Weißmetalle P der Gesellschaft IP Concept. Nur geringfügig dahinter platzierte sich der Commodity Capital Global Mining Fund P, der mit einem breiten Portfolio von weltweit tätigen Rohstoffunternehmen mehr als 100 Prozent Gewinn erwirtschaftete. Das gleiche, sehr gute Ergebnis erzielte der Allianz Rohstofffonds.

Globale Aktienfonds zeigen Stärke
Ein sehr gutes Jahr erwischten auch globale Aktienfonds. Hier überzeugten vor allem Fonds, die in unterbewertete Unternehmen investieren, zum Beispiel der Credit Suisse Equity Fund Global Value, der immerhin fast 30 Prozent Jahreszuwachs erreichte. Um knapp 26 Prozent kletterte der von Fidelity Investment gemanagte Aktienfonds Global Industrials Fund A-EUR. Viele Fonds wuchsen um mehr als 20 Prozent, darunter der DB Platinum Croci Sectors Fund R3C. Dieser wie auch zahlreiche andere Fonds investieren nach der sogenannten Croci-Methode, bei der die Fondsmanager Aktien auf der Grundlage einer wirtschaftlich niedrigen Bewertung auswählen. Globale Aktienfonds haben den Vorteil, dass sie breit in verschiedene Regionen und Branchen investieren und so Anlagerisiken streuen. Die Aussichten für diesen Sektor sind auch 2017 gut. Ökonomen und Analysten sehen die Weltwirtschaft weiter im Aufwind.

Schwellenländer überraschend gut
Auf der Rangliste der Performancesieger 2016 stehen die Schwellenländerfonds weit oben. Sehr gute 50 Prozent Kurszuwachs erzielte zum Beispiel der in US-Dollar anlegende HSBC GIF BRIC Equity M2, der vorrangig in große Schwellenländer investiert. Mehrere Fonds erzielten über 30 Prozent Kursplus, so etwa Magna New Frontiers Fund R von Magna Umbrella Investment sowie der Spängler IQAM Equity Emerging Markets RT. Überraschend befinden sich unter den Top-Performern sehr viele Fonds, die überwiegend in die sogenannten BRIC-Staaten investieren, also in die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China. In der jüngsten Vergangenheit liefen diese Länder eher schlecht.

Deutsche Aktienfonds 2016 nur im Mittelfeld
Deutsche Aktienfonds performten 2016 nur mittelmäßig. Zwar bot der heimische Markt 2016 gute Gewinnchancen, immerhin erzielte der deutsche Leitindex Dax einen Jahreszuwachs von rund acht Prozent. Doch die vielen europäischen Störfaktoren wie Terroranschläge, die ungelöste Griechenlandkrise, die schwelende Bankenkrise oder der Brexit haben deutsche Aktien immer wieder zurückgeworfen. Performancesieger 2016 ist der DWS Deutschland mit einem Wertzuwachs von fast 14 Prozent, gefolgt vom Monega Germany mit knapp elf Prozent. Die meisten anderen Deutschlandfonds schafften nur einstellige Wertzuwächse. Auch die in den vergangenen Jahren so sicheren Nebenwerte waren im letzten Jahr keine Bank. Ihre Performance entsprach in etwa der der Blue-Chip-Fonds. Die Aussichten für deutsche Aktienfonds sind allerdings weiterhin gut, denn Deutschland bleibt die Konjunkturlokomotive Europas.

Wichtig: Außerordentliche Fondsrenditen bieten kein Versprechen auf eine ähnliche Wertentwicklung in der Zukunft. Aktienfonds sind schwankungsintensiv, die Kurse können sinken. Über längere Zeiträume betrachtet, übersteigen die Kursgewinne aber in der Regel die Kursverluste.

Tipp: Wenn Sie mehr über Aktienfonds erfahren möchten oder eine Beratung dazu wünschen, können Sie sich jederzeit an unseren Partner Fidelity International wenden. Die beste Gelegenheit hierzu haben Sie in den nächsten Wochen auf den Börsentagen, eine jährlich stattfindende Finanzmesse für Privatanleger mit umfangreichem Vortragsprogramm und geballtem Expertenwissen. Informieren Sie sich dort direkt bei ausgewählten Profis über deren aktuelle Markteinschätzungen und Anlagestrategien. Und nutzen Sie die Gelegenheit, das Team von Fidelity persönlich zu treffen! Es erwartet Sie um 10:30 Uhr ein Begrüβungsumtrunk sowie ein kleines Willkommensgeschenk von Fidelity International. Sichern Sie sich noch heute Ihre kostenlose Eintrittskarte – Wir freuen uns auf Sie!

Altersvorsorge für Paare: So gelingt die Alterssicherung

Gemeinsam oder getrennt vorsorgen?
Jedes Paar steht irgendwann vor der Frage: Ist es besser gemeinschaftlich fürs Alter vorzusorgen oder lieber mit getrennten Verträgen? Finanzexperten raten zu getrennten Verträgen. Erstens bleiben beide Partner dadurch finanziell unabhängig. Mit eigenen Sparverträgen vermeiden sie die Gefahr, nach einer Trennung ohne Absicherung im Ruhestand dazustehen. Soloverträge sind dabei nicht nur für Doppelverdiener empfehlenswert, sondern auch für Paare, bei denen ein Partner zum Beispiel wegen Kindererziehung vorübergehend zuhause bleibt oder seine Arbeitszeit deutlich reduziert hat. Der Vollzeit arbeitende Partner kann während dieser Zeit den anderen Partner bei dessen Vorsorgebeiträgen unterstützen und so das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.

Alle Karten auf den Tisch legen
Herrscht Klarheit, dass man getrennt Altersvorsorge betreiben will, sollten Paare ihre bereits bestehenden Vorsorgeverträge sowie sonstige Einkünfte und finanzielle Verpflichtungen wechselseitig offen legen. Nur wenn mit offenen Karten gespielt wird, lassen sich Fehler vermeiden und die gemeinsame Vorsorgestrategie auf solide Füße stellen. Wichtig ist, auch Einkünfte außerhalb von Lohn und Gehalt zu berücksichtigen, etwa Mieteinkünfte oder Zinserträge. Das gleiche gilt für vorhandene Vermögenswerte wie Eigentumswohnungen und Wertpapiere. Gerade bei unverheirateten Paaren gibt es oft Grauzonen, die später zu Streit führen können.

Wie soll der Sparbetrag verteilt werden?   
Die monatliche Sparsumme sollte möglichst breit diversifiziert angelegt werden. Ausschließlich auf eine Geldanlage bei der Bank oder auf eine Immobilie zu setzen, ist nicht sinnvoll. Das Risiko, dass die Geldanlage floppt, ist viel zu groß. Wer hätte zum Beispiel vor zehn Jahren gedacht, dass sich die Sparzinsen Richtung null entwickeln. Wer damals einen Banksparplan gestartet hat, erzielt heute praktisch keine Rendite mehr. Im Gegenteil: Die sprunghaft gestiegene Inflation entwertet verzinste Sparguthaben. Es lässt sich heute kaum seriös prognostizieren, welche Wertentwicklung die einzelnen Anlageformen über 20 oder 30 Jahren haben werden. Verteilen Sie ihre Spargelder daher auf einen Mix aus Festgeld, Fonds, private Rentenversicherung und Wohneigentum. Familien mit Kindern sollten staatliche Förderung nicht vernachlässigen und die Fördergelder optimal auf ihre Sparverträge verteilen. Allein im Rahmen der Riester-Rente winken fünfstellige Zuschüsse plus Steuervorteile.

Risiken ausreichend absichern
Gerade bei großen Investitionen wie dem Immobilienkauf, ist finanzielle Absicherung für Notfälle wichtig. Das Thema ist zwar unerfreulich, sollte aber nicht vernachlässigt werden. Vor allem, was bei einem Ableben des Hauptverdieners passiert, sollen Paare und Familien klären. Wie ist der Hinterbliebene im Ernstfall finanziell versorgt? Besteht Anspruch auf Witwenrente? Können alle finanziellen Verpflichtungen weiterhin erfüllt werden? Unverheiratete Paare können zum Beispiel nicht mit Witwenrente rechnen. Bei privaten Lebens- und Rentenversicherungen sollte der Partner als Begünstigter eingetragen und der Vertrag mit einer Rentengarantiezeit ausgestattet sein. Bei Wohneigentum sollten beide Partner als Eigentümer im Grundbuch stehen, damit im Ernstfall Erbansprüche Dritter nicht zum Eigentumsverlust führen.

Fallstricke beim Autofahren: Was ist erlaubt, was nicht?

Autofahren birgt mehr Tücken, als viele denken. Wie lange kann ich zum Beispiel einen TÜV-Termin hinauszögern? Oder: Muss ich solange suchen, bis ich einen funktionierenden Parkscheinautomat gefunden habe, wenn der nächstgelegene kaputt ist? 4 Fragen und Antworten haben wir Ihnen zusammengestellt.

1. Darf ich das Handy als Navi während der Fahrt bedienen?
Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Zwar sind die Vorschriften zur Nutzung von Smartphones am Steuer ziemlich streng. So dürfen Autofahrer während der Fahrt mit dem Handy weder navigieren noch surfen oder SMS eintippen. Andererseits gilt: Steckt das Telefon in einer Halterung, ist das Telefonieren sowie die Nutzung als Navi erlaubt. Ständiges tippen und daddeln ist jedoch weiterhin verboten. Wer SMS schreibt oder Computerspiele spielt, der muss mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg rechnen. Achtung: Passiert durch die Nutzung des Handys ein Unfall, kann auch der Versicherungsschutz gefährdet sein.

2. Wie lange darf ich den TÜV hinauszögern?
Eigentlich gar nicht. Ist die TÜV-Plakette abgelaufen, muss das Auto sofort zur Nachuntersuchung. Wird der TÜV-Zeitraum nur wenige Tage überschritten, passiert aber nichts Weltbewegendes. Bis zu zwei Monate zeigen sich die Behörden kulant, das Auto sollte aber schnellstmöglich in die Werkstatt gebracht und der TÜV nachgeholt werden. Nach einer TÜV-Überschreitung von acht Wochen droht säumigen Autofahrern ein Bußgeld von 15 Euro, nach weiteren acht Wochen von 25 Euro. Ist der TÜV bereits mehr als acht Monate abgelaufen, kann es happig werden: Halter riskieren dann neben 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg, dass das Fahrzeug von der Polizei stillgelegt wird. 

3. Was tun, wenn der Parkscheinautomat defekt ist?
Jeder Autofahrer kennt das: Endlich einen freien Parkplatz gefunden und dann funktioniert der Parkscheinautomat nicht. Jetzt ist guter Rat teuer. Darf ich ohne Parkschein stehen bleiben oder nicht? Grundsätzlich ja, lautet die Antwort. Allerdings muss ich mich nach einem zweiten Automaten umschauen. Ist dieser in Sichtweite, muss ich den Fußmarsch auf mich nehmen und dort ein Ticket ziehen. Verweigere ich den Gang zum Automat, droht ein Knöllchen. Ist kein zweiter Ticketautomat zu sehen bzw. zu finden, genügt das Einstellen der Parkscheibe hinter der Windschutzscheibe. Allerdings darf die zulässige Höchstparkdauer nicht überschritten werden. Übrigens: Sie können die Parkuhr immer ab der nächsten halben Stunde nach ihrer Ankunftszeit starten lassen. Bei Ankunft 9.12 Uhr also ab 9.30 Uhr.  
 
4. Abschleppen bei temporärem Halteverbot?
Stellen Sie sich vor, Sie parken Ihr Auto auf der Straße vor ihrer Haustür und fliegen in den Urlaub. Das Fahrzeug steht weder im Halte- noch im Parkverbot. Als Sie aus dem Urlaub zurückkommen, ist Ihr Fahrzeug nicht mehr da. Im Briefkasten liegt die Rechnung einer Firma, die Ihr Auto abgeschleppt hat. Müssen Sie zahlen? Ja, und zwar dann, wenn die Kommune eine temporäre Halteverbotszone eingerichtet hat, etwa wegen einer Baustelle. Das gilt selbst dann, wenn Sie von der zwischenzeitlichen Halteverbotszone vor Urlaubsantritt nichts wussten. Städte und Gemeinden sind lediglich verpflichtet, solche Halteverbotszonen drei Tage vorher anzukündigen. Fahren Sie länger in den Urlaub, so müssen Sie Ihren Nachbarn bitten, im Falle eines plötzlichen Halteverbots auf der Straße, Ihr Auto umzuparken. Bei Nichtbeachtung, muss der Fahrzeughalter das Abschleppen bezahlen.