Credit Europe Bank Newsletter: Juli 2017

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Fondssparplan für Kinder: So optimieren Sie die Renditeaussichten

Neben der Wahl des richtigen Fonds entscheidet vor allem der Einstiegszeitpunkt über den Erfolg eines Sparplans. Es empfiehlt sich ein möglichst früher Sparbeginn, denn dadurch verstärkt sich einerseits der Zinseszinseffekt und andererseits genügen bereits kleine Raten, um eine ordentliche Summe anzusparen. Lange Sparzeiträume bieten zudem genug Zeit, um renditearme Phasen oder Kursrückschläge auszusitzen. Verwenden Sie aber nur Geld, das Sie nicht kurzfristig benötigen. Verfügbare Gelder sollten Sie besser auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto anlegen.

Kindergeld sorgt für stabile Sparraten
Soll Geld für den Studien- oder Ausbildungsstart des Kindes angespart werden, dann umfasst der Anlagezeitraum etwa 18 Jahre, wenn der Sparplan bei Geburt startet. Sinnvoll ist, einen Teil des Kindergeldes dafür zu verwenden, zum Beispiel 50 Euro. Das kostet Sie nichts, denn das Geld fließt als staatlicher Zuschuss ohne Eigenleistung auf Ihr Konto, außerdem steht es über den gesamten Anlagezeitraum kontinuierlich zur Verfügung.

 

Auch kleine Beträge summieren sich
Wegen überdurchschnittlicher Renditechancen empfehlen sich Aktienfonds mit deutschen Aktien oder global anlegende Aktienfonds. Die Durchschnittsrendite deutscher Fonds liegt langfristig bei rund sieben Prozent. Abzüglich 2,5 Prozent Ausgabeaufschlag erreicht ein Anlagebetrag von monatlich 50 Euro eine Endergebnis von gut 20.000 Euro.

Eltern, die nicht so viel Geld weglegen wollen, können auch mit geringerer Monatsrate starten. Allerdings muss die Bank oder Fondsgesellschaft kleine Raten zulassen. Dass sich selbst ein kleiner Anlagebetrag lohnt, zeigt eine Beispielrechnung: Bei gleicher Laufzeit, Rendite und Kosten erzielt eine monatliche Sparrate von 25 Euro immerhin einen Ertrag von gut 10.000 Euro.

Auf diese Punkte gilt es zu achten
Bei der Wahl des Fonds, kommt es auf zahlreiche Kriterien an. Wer sie beachtet, kann den Anlageerfolg deutlich steigern.

  • Qualität: Investieren Sie nur in Fonds mit hohen Ratingnoten, den diese bilden die Grundlage für eine gute Qualität des Portfolios und stabile Renditen. 


  • Rendite: Betrachten Sie die langfristige Wertentwicklung in der Vergangenheit. Diese sollte möglichst stabil und kontinuierlich verlaufen. Fonds mit hohen Kursausschlägen deuten eher auf instabile Renditen hin. 


  • Sparplanfähig: Wichtig ist, dass der Fonds überhaupt als Sparplan erhältlich ist. Manche Fonds sind nur für die Einmalanlage konzipiert.


  • Fondskosten: Die laufenden Fondskosten sollten nicht zu hoch ausfallen, das belastet die Rendite. Vergleichen Sie dazu die Total Expense Ratio (TER) verschiedener Fonds. Diese Gesamtkostenquote gibt Aufschluss darüber, wie hoch die jährlichen Management- und Transaktionskosten des Fonds ausfallen. Vergleichen Sie aber nur Fonds aus der gleichen Branche bzw. Kategorie miteinander.


  • Ausgabeaufschlag: Um die Anlagekosten gering zu halten, sollten Sie Fonds mit reduziertem Ausgabeaufschlag kaufen.


  • Depotführungsgebühr: Achten Sie darauf, dass die Depotführungsgebühr zur Aufbewahrung der Fondsanteile möglichst niedrig ist, damit sich der Ertrag nicht unnötig schmälert.

    Früher in Rente: So vermeiden Sie Abschläge

    Anhaltende Niedrigzinsen und unruhige Kapitalmärkte erhöhen die Attraktivität der gesetzlichen Rente. Schließlich stiegen die Rentenleistungen zuletzt um zwei bis drei Prozent pro Jahr, in den neuen Bundesländern teilweise noch stärker. Für gesetzlich Versicherte ist es also durchaus attraktiv, wenn Sie mit vollen Rentenbezügen rechnen können.

    Viele ältere Beschäftigte liebäugeln jedoch mit einem vorzeitigen Ruhestand. In diesem Fall sind allerdings Rentenabschläge von 0,3 Prozent pro früherem Rentenmonat fällig. Das heißt, gehen Sie zum Beispiel statt mit 65 bereits mit 63 in den Ruhestand, mindert sich die Rentenzahlung um 7,2 Prozent. Bei einem Rentenanspruch von 1.500 Euro gingen also 108 Euro monatlich verloren.

    Rentenabschläge ausgleichen
    Der Ausweg aus diesem Dilemma heißt Ausgleichsbeitrag. Pflichtversicherte Arbeitnehmer können durch Ausgleichszahlungen ihre Abschläge ganz oder teilweise mindern und sich so volle Rentenanwartschaften sichern. Die Zahlungen sind zwar nicht ganz billig, können sich aber lohnen.

    Und so funktioniert es: Erklären Sie gegenüber der Deutschen Rentenversicherung, dass Sie eine vorzeitige Altersrente beanspruchen möchten. Die Rentenversicherung erstellt daraufhin eine Rentenauskunft, aus der Sie die voraussichtliche Minderung Ihrer Altersrente ersehen können. Frühestens ist dies zurzeit ab dem 55. Lebensjahr möglich. Kennen Sie den möglichen Fehlbetrag, fragen Sie bei der Rentenanstalt an, was es kosten würde, diesen auszugleichen. In unserem Beispielfall müsste der potentielle Rentner 25.920 Euro an Ausgleichszahlung leisten, um den lebenslangen Abschlag von 108 Euro zu vermeiden.

    Steuervorteile mindern Belastung
    Was auf den ersten Blick nach einem großen Betrag klingt, relativiert sich jedoch durch Steuererstattungen. Denn immerhin 84 Prozent der Ausgleichszahlung können derzeit von der Steuer abgesetzt werden. Der Betrag von 21.772 Euro bringt einem gut verdienenden Angestellten eine Steuerersparnis von rund 4.000 Euro. Unterm Strich kostet der Rentenausgleich also nur rund 22.000 Euro.

    • Tipp: Aus steuerlicher Sicht ist es effektiver, die Ausgleichszahlung auf mehrere Jahre zu verteilen, denn dann wirkt jeweils der höhere Grenzsteuersatz entlastend.

    Wann rechnet sich die Ausgleichszahlung?
    Einer effektiven Einzahlung von 22.000 Euro steht eine Rentenerhöhung um 108 Euro monatlich gegenüber. Da vom Rentenplus noch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung abgehen, liegt der Nettoertrag bei rund 97 Euro im Monat. Das bedeutet nach 227 Monaten hat sich die Ausgleichszahlung amortisiert, danach kommt der Rentner ins Plus. Allerdings hat er diesem Zeitpunkt bereits das 81. Lebensjahr erreicht. Wer Rentenabschläge ausgleichen möchte, der muss also auf ein langes Leben vertrauen.

    Zahnlose Mietpreisbremse: Indexmiete und Staffelmiete umgehen Gesetz

    Die 2015 gestartete Mietpreisbremse hatte Hoffnungen auf ein Ende der horrenden Mietsteigerungen in den Ballungszentren geweckt. Bei Neuvermietungen sollten Mieterhöhungen nur noch dann rechtens sein, wenn die neue Miete nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Spätere Mieterhöhungen ohne Steigerung der Vergleichsmiete sind danach nicht erlaubt. Doch die Wohnungsknappheit spielt vielen Vermietern in die Karten. Entweder sie beachten die gesetzlichen Vorgaben einfach nicht oder sie binden die Neuvermietung an den Abschluss eines Staffel- oder Indexmietvertrags. Bei beiden Verträgen sind Mietsteigerungen programmiert.

    Staffelmiete: Festgelegte Mieterhöhung
    Seit der Mietpreisbremse sind Staffelmietverträge auf dem Vormarsch. Schließen Sie einen solchen Mietvertrag ab, müssen Sie mit regelmäßigen Mietsteigerungen rechnen. Der Vermieter kann festlegen, dass der Mietzins in festgelegten Abständen um einen definierten Prozentsatz steigt. Dies kann zum Beispiel jedes Jahr ein oder 1,5 Prozent sein oder alle zwei Jahre zwei oder drei Prozent.

    Doch was passiert, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete weniger stark ansteigt? Schließlich gelten für Staffelmietverträge aufgrund der Mietpreisbremse ebenfalls Einschränkungen in der Miethöhe. Wer annimmt, der Vertrag sei dann nicht mehr rechtens, der irrt. Nicht die gesamte Staffelvereinbarung ist unwirksam, sondern nur die über dem Zuwachs der Vergleichsmiete liegende Mieterhöhung. .

    • Beispiel: Die Miete liegt bei 800 Euro. Der Staffelmietvertrag sieht eine jährliche Steigerung von 1,5 Prozent vor, die ortsübliche Vergleichsmiete steigt aber nur um 0,5 Prozent. Folge: Statt auf 812 Euro darf die Miete nach einem Jahr auf 804 klettern. Lediglich die Erhöhung um 8 Euro ist unwirksam.

    Indexmiete: Schwankende Mieterhöhung
    Noch unberechenbarer als Staffelmietverträge sind Indexmietverträge. Bei diesen Verträgen orientieren sich die Mietsteigerungen an der jährlichen Inflationsrate. Klettert die Inflation um zwei Prozent pro Jahr, kann der Vermieter die Miete entsprechend anheben. Stagnieren die Verbraucherpreise, ist der Vorteil auf Seiten des Mieters, denn dann bleibt die Miete stabil.

    Hinsichtlich der Mietpreisbremse gilt: Bei Neuvermietung darf mit einem Indexmietvertrag das zehnprozentige Erhöhungslimit nicht überschritten werden. Bei späteren Mieterhöhungen spielt die ortsübliche Vergleichsmiete jedoch keine Rolle mehr. Da sich die Indexmiete an der Inflationsrate orientiert, kann sie langfristig das allgemeine Mietniveau übersteigen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete jährlich nur um ein Prozent steigt, die Inflationsrate aber um zwei Prozent. In diesem Fall hat der Mieter das Nachsehen.

    • Beispiel: Die ortsübliche Vergleichsmiete liegt bei 800 Euro. Steigt die Vergleichsmiete binnen Jahresfrist um ein Prozent, könnte der Vermieter nach zwölf Monaten die Miete auf 808 Euro anheben. Da die Inflationsrate aber um zwei Prozent zulegt, darf der Vermieter sogar auf 816 Euro steigern.

    Anders sieht die Sache aus, wenn die ortsübliche Vergleichsmiete stärker steigt als die Lebenshaltungskosten. Bei niedriger Inflationsrate liegt der Vorteil auf Seiten des Mieters, denn er darf sich über geringere Mietaufschläge freuen als mit einem Staffelmietvertrag oder einem regulären Mietvertrag.