Credit Europe Bank Newsletter: Juni 2017

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Vermögenswirksame Leistungen: So funktionieren VL-Verträge

Knapp 500 Euro jährlich können Arbeitgeber ihren Angestellten zum Vermögensaufbau spendieren. Die Leistungen variieren je nach Unternehmen und Tarifvertrag. Einen gesetzlichen Anspruch auf den Sparzuschuss von bis zu 40 Euro monatlich haben Arbeitnehmer aber nicht.

So funktionieren VL-Verträge
Sparverträge mit Vermögenswirksamen Leistungen (VL) unterliegen einer festgelegten Spardauer. Die Gesamtsparzeit beläuft sich auf sieben Jahre, davon wird sechs Jahre aktiv eingezahlt, im siebten Jahr ruht der Vertrag aufgrund einer einjährigen Sperrfrist. VL-Leistungen können in verschiedene Geldanlagen investiert werden, zum Beispiel in Bank- oder Fondssparpläne, in Bausparverträge oder in laufende Baufinanzierungen. Liegt das Einkommen des Arbeitnehmers unterhalb bestimmter Grenzen, legt der Staat noch Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbauprämie obendrauf. Mit der richtigen Investition summiert sich der Ertrag zu einem kleinen Vermögen. Diese Geldanlagen empfehlen sich:

Banksparplan
Sichere und verlässliche Zinsen bieten klassische Banksparpläne. Aufgrund des anhaltenden Zinstiefs sind die Renditen zwar nicht üppig, doch die Europäische Zentralbank hat eine Abkehr ihrer Tiefzinspolitik in Aussicht gestellt. Sollten die Zinsen steigen, verbessern sich automatisch die Renditen variabel verzinster Banksparpläne, denn der Basiszins wird regelmäßig geprüft und angepasst. Zudem puschen jährliche Bonusprämien der Banken den Gewinn. Positiv: Banksparpläne sind risikofrei und verursachen keine Kosten. Einen Wermutstropfen müssen Arbeitnehmer aber schlucken: Staatliche Förderung durch Arbeitnehmer-Sparzulage gibt es für diese Anlageform nicht.

Fondssparplan
Mit einem VL-Fondssparplan brauchen Sie nicht erst auf bessere Zinsen zu hoffen, um gute Renditen zu erzielen. Die Kapitalmärkte erwirtschaften regelmäßig überdurchschnittliche Gewinne. VL-Aktienfonds eignen sich für Arbeitnehmer, die chancenreich sparen wollen und keine Kursrisiken scheuen. Nach Berechnungen des Fondsverbandes BVI häufen VL-Fonds nach Ablauf der siebenjährigen Spardauer im Schnitt ein Guthaben von rund 3.900 Euro an, das entspricht einer Jahresrendite von gut sieben Prozent. Positiv: Liegt das zu versteuernde Jahreseinkommen unter 20.000/40.000 Euro (Ledige/Verheiratete) spendiert der Staat zusätzlich 80 Euro Sparzulage. Rechnet man die Sparzulage in die Durchschnittsrendite mit ein, steigt die Verzinsung von sieben auf zehn Prozent.

Bausparvertrag
Ein Bausparvertrag empfiehlt sich aufgrund doppelter Fördermöglichkeit besonders für Berufsanfänger und Geringverdiener. Ist das zu versteuernde Jahreseinkommen nicht höher als 17.900/35.800 Euro (Ledige/Ehepaare) bezuschusst die öffentliche Hand die VL-Leistungen des Arbeitgebers mit bis zu 43 Euro Arbeitnehmer-Sparzulage. Bei Einkünften bis 25.600 bzw. 51.200 Euro winken zusätzlich 45 Euro Wohnungsbauprämie pro Sparer. Ehepaare können so fast 175 Euro an Förderung jährlich einheimsen. Informieren Sie einfach Ihren Arbeitgeber über die Eröffnung eines VL-Bausparvertrages und der Chef überweist die Leistungen direkt in den Vertrag. Für VL-Sparer mit Immobilienwunsch liegt der Bausparvorteil vor allem in niedrigen Darlehenszinsen von deutlich unter zwei Prozent. Das spart beim späterem Immobilienkauf oder der Sanierung viel Geld.

Hypothekendarlehen
VL-Leistungen können auch in laufende Immobiliendarlehen einfließen. Das ist risikofrei und bei hohen Darlehenszinsen häufig sehr rentabel. Die Stiftung Warentest errechnete, dass die Restschuld eines zehnjährigen Baukredits mit 4,5 Prozent Effektivzins durch monatliche Einzahlungen von 40 Euro um mehr als 6.000 Euro sank. Urteil der Stiftung Warentest: „Eine lukrativere Geldanlage gibt es kaum.“ In der gegenwärtigen Tiefzinsphase ist die Ersparnis allerdings geringer, zurzeit empfehlen sich eher VL-Fondssparplä

Rechtsschutzversicherung: Schutz für alle Eventualitäten

Eine Rechtsschutzversicherung besteht in der Regel aus mehreren Einzelteilen. Versicherte können sich den gewünschten Schutz wie mit einem Baukastensystem individuell zusammenstellen. Da bestimmte Teile immer wieder von Haushalten nachgefragt werden, bieten die Versicherer Paketlösungen an. Ein oft gebuchter Policenmix besteht aus einer Kombination von Privat-, Berufs- sowie Verkehrsrechtsschutz. Dauermieter wählen oft zusätzlich noch Mietrechtsschutz. Allerdings ist die ganz große Lösung nicht immer für jeden sinnvoll. Wer zum Beispiel Gewerkschaftsmitglied ist, genießt dadurch bereits Berufsrechtsschutz.
 
Mit Verkehrsrechtsschutz optimal abgesichert
Für praktisch jeden Verkehrsteilnehmer empfehlenswert ist eine Verkehrsrechtsschutzpolice. Auf deutschen Straßen kracht es mittlerweile fast jede Minute. Wie schnell ist man als Autofahrer in einen Unfall verwickelt und muss dann unter Umständen seine Unschuld beweisen. Sind zur Beweisführung Gutachten nötig, kostet dies schnell mehrere Tausend Euro. Der Verkehrsrechtsschutz übernimmt diese Kosten. Das Gute: Auch Fußgänger und Fahrradfahrer sind durch die Police geschützt.

Die Verkehrsrechtsschutzversicherung hilft Geschädigten in jeder misslichen Lage. Landet der Streit vor Gericht, kommt die Police sowohl für den eigenen als auch den gegnerischen Anwalt auf und trägt die Kosten für Gericht und eventuelle gerichtliche Gutachten. Lässt sich der Fall außergerichtlich mithilfe eines Anwalts klären, übernimmt der Versicherer ebenfalls die Kosten.

Umfassender Schutz für wenig Geld
Die Preise für Rechtsschutzversicherungen richten sich unter anderem nach dem eigenen Alter. Eine reine Verkehrsrechtsschutzversicherung gibt es beispielweise für 30-Jährige Singles bereits ab 55 Euro im Jahr, für die ganze Familie schon ab rund 76 Euro jährlich.

Selbst die große Paketlösung ist nicht teuer: Eine gute Familien-Police für die Bereiche Privat, Beruf, Verkehr und Mietrecht ist für einen 30-jährigen Angestellten bei einer Mindestversicherungssumme (Deckungssumme) von 350.000 Euro und einer Selbstbeteiligung von maximal 300 Euro bei preiswerten Gesellschaften für etwa 200 Euro im Jahr zu haben.

• Tipp: Leistungsstarke Rechtsschutzversicherungen bieten meist eine Erstberatung von einem Fachanwalt an. Achten Sie darauf, dass hierfür nicht bereits eine Selbstbeteiligung fällig wird!

Sommerurlaub buchen: Wann winken Rabatte?

Die Deutschen lassen sich die schönsten Tage des Jahres einiges kosten: Mehr als tausend Euro pro Person geben sie im Schnitt für ihren Sommerurlaub aus. Für viele Familien bedeutet das mehr als einen ganzen Monatslohn. Kein Wunder, dass Einsparmöglichkeiten willkommen sind.

Frühbucherrabatt
Früher Vogel fängt den Wurm – das gilt vor allem für Frühbucherrabatte. Wer rechtzeitig bucht, kann häufig attraktive Preisnachlässe ergattern. Rabatte bis zu 40 Prozent sind keine Seltenheit. Vor allem Familien mit Schulkindern sollten nach Frühbucherrabatten Ausschau halten, denn ihre Reisezeiten sind durch Schulferien und Kita-Schließungen ziemlich eingegrenzt. Um eine preiswerte Unterkunft in einer beliebten Ferienanlage oder einen Platz auf einem begehrten Campingplatz zu bekommen, heißt es: So früh wie möglich buchen. Tipp: Suchen Sie am besten spät nachmittags oder abends im Internet. Dann sinkt die Nachfrage nach Geschäftsreisen und die Buchungsportale verbilligen Urlaubsflüge und Pauschalreisen, um den Umsatz aufrechtzuerhalten.

Last-Minute-Angebot
Singles und Paare ohne Kinder, die zeitlich unabhängig sind, können oft gute Last-Minute-Offerten abstauben. Wenn es egal ist, wann und wohin Sie reisen, müssen Sie nicht Monate im Voraus buchen. Viele preiswerte Schnäppchen finden Sie kurzfristig im Internet. Einen Nachteil hat die Last-Minute-Suche allerdings: Beginnen Sie erst auf den letzten Drücker damit, winken zwar Rabatte bis zu 50 Prozent, doch die Reiseziele sind oft eingeschränkt. Kurzfristbucher müssen nehmen, was noch frei ist. Tipp: Besser ist es, bereits vier bis acht Wochen vor Urlaubsstart aktiv zu werden. Erkundigen Sie sich auch nach Angeboten von Billigairlines, die von Nebenflughäfen wie Memmingen oder Frankfurt/Hahn abfliegen – dort sind Flüge oft billiger als in München oder Frankfurt/M.

Städtereisen
Bei Städtetrips winken Anbieter oft mit Sparpaketen aus Flug und Hotel. Doch die Kombination ist nicht immer günstig. Häufig ist es besser, Flug und Hotel separat zu buchen. Nutzen Sie dazu die täglichen Preisalarm-Newsletter von Flugbuchungsportalen wie momondo.de oder skyscanner.de oder folgen Sie diesen Portalen auf Twitter. Neben Schnäppchenflügen genießen Sie den Vorteil, dass die Buchung über Flugsuchmaschinen direkt auf der Website der Airlines erfolgt – das spart hohe Provisionen, wie sie ansonsten klassische Reiseportale in Rechnung stellen. Tipp: Erkundigen Sie sich vor der Städtereise, ob dort in der gewünschten Zeit Großereignisse wie Messen oder Sportevents anstehen – das treibt die Hotelpreise unnötigerweise in die Höhe.