Credit Europe Bank Newsletter: Mai 2017

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Deutsche sparen trotz Niedrigzinsen: Fonds statt Sparbuch!

Drei von vier Deutschen vertrauen weiterhin auf das Sparbuch, so eine neue Umfrage. Das verwundert, denn Sparkassen und Banken zahlen so gut wie keine Zinsen mehr. Sparer verlieren somit Geld, denn beständige Inflationsverluste entwerten das Vermögen.

Sparer erwarten höhere Zinsen
Gefragt nach dem Grund für das Festhalten am Sparbuch, gaben viele Anleger an, dass sie ähnlich wie in den USA auch in Deutschland eine Trendwende bei den Zinsen erwarten. Immerhin sieht jeder vierte Sparer in den US-Zinsanstiegen ein Signal, dass sich auch hierzulande die Zinssituation bald verbessern wird. Ob das so kommt ist allerdings fraglich. Die Europäische Zentralbank macht bislang kaum Anstalten, ihre ultralockere Geldpolitik zu ändern. Die anziehende Inflation ist jedoch Gift für Sparvermögen. Eine zweiprozentige Teuerungsrate führt beispielsweise über einen Zeitraum von zehn Jahren zu einem Kaufkraftverlust von 18 Prozent.

Festgeld verringert Vermögensverluste
Wer Vermögensverluste minimieren möchte, muss vom Sparbuch auf renditestärkere Anlageformen umsteigen. Sichere Zinsen bietet zum Beispiel Festgeld. Vorsichtige Sparer, die Risiken scheuen, sichern sich mit Festgeld Zinsgarantie und Kapitalsicherheit – und das ohne Gebühren. Festgeld mit mehrjähriger Laufzeit erreicht Renditen von mehr als einem Prozent pro Jahr. Die Verbraucherzentralen empfehlen derzeit Festgeldanlagen mit Laufzeiten zwischen zwei und vier Jahren.

Fondssparplan sorgt für positive Rendite
43 Prozent der Anleger sehen es laut Befragung als sinnvoll an, einen Teil ihres Geldes in höher rentierliche Sparformen anzulegen. Knapp die Hälfte setzt auf Fondssparpläne. Allerdings wissen viele Sparer nicht, wie ein Fondssparplan funktioniert. Die meisten denken bei Sparplänen an starre Konzepte mit festen Raten und langen Laufzeiten. Doch das ist falsch. Ein Fondssparplan ist grundsätzlich flexibel, es gibt weder vertraglich fixierte Laufzeiten, noch festgezurrte Sparraten oder Kündigungsfristen. Anleger können jederzeit Anteile kaufen, verkaufen oder ihre Sparrate ändern.

Dass sich Fondssparpläne lohnen, zeigt die Statistik des unabhängigen Fondsverbandes BVI. Danach erzielten Sparpläne mit deutschen Aktienfonds in den vergangenen zehn Jahren eine jährliche Durchschnittsrendite von 7,3 Prozent, auf Sicht von 15 Jahren sind es 7,1 Prozent. Zahlreiche Fonds, zum Beispiel der Fidelity Fund Germany A, erzielten je nach Betrachtungszeitraum sogar höhere Renditen. Ähnlich gute Ergebnisse mit 7,0 bzw. 5,7 Prozent erreichen global anlegende Aktienfonds.

Wichtig für den Erfolg eines Fondssparplans ist, dass Anleger kontinuierlich einzahlen und langfristig am Ball bleiben. Für die kurzfristige Spekulation sind Fondssparpläne nicht geeignet.

 

 

Altersvorsorge für Frauen: Minijob steigert Rente

Nach Angaben des Sozialverbandes VdK erzielen Frauen im Schnitt zehn Jahre weniger Rentenversicherungszeiten als Männer. Die Gründe dafür sind vielfältig: Kindererziehungszeiten, Pflege von Angehörigen, Teilzeitjobs etc. Was viele nicht wissen: Niedrige Rentenanwartschaften lassen sich auch bei einer Beschäftigung im Minijob verbessern. Dies ist möglich durch zusätzliche Rentenzahlungen. Dabei spielt das Jahr des Beschäftigungsbeginns allerdings eine wichtige Rolle:

• Minijob vor 2013: Wurde der Minijob-Vertrag bereits vor 2013 abgeschlossen, kann man mit einer geringen freiwilligen Zuzahlung seine Rentenanwartschaft verbessern und sich zugleich alle staatlichen Förderungen der Riester-Rente sichern. Das geht so: Der Arbeitgeber führt bei Minijobs pauschal 15 Prozent des Lohns an die gesetzliche Rentenversicherung ab. Diesen Betrag stockt die Minijobberin freiwillig um 3,7 Prozent auf. Dadurch wird der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung von 18,7 Prozent erreicht. Bei 450 Euro im Monat entspricht dies einem Betrag von 16,65 Euro, bei geringerem Verdienst entsprechend weniger. Dieser Betrag fließt auf das persönliche Rentenkonto und erhöht den Rentenanspruch.

• Minijob ab 2013: Seit 2013 sind Minijobber automatisch voll von der gesetzlichen Rentenversicherung abgesichert und haben dadurch neben der Renteneinzahlung auch Anspruch auf Reha-Leistungen, Erwerbsminderungsrente und Riester-Förderung. Das bedeutet, die Aufstockung der Rentenbeiträge erfolgt automatisch, und zwar im gleichen Umfang wie die oben skizzierte, freiwillige Leistung. Wer das nicht möchte, der kann der automatischen Beitragszahlung jedoch widersprechen. Dazu genügt ein Antrag auf Versicherungsfreiheit. Dann bleibt es bei der pauschalen Abgabe des Arbeitgebers – der Minijobber leistet keinen Eigenbeitrag. 

Was macht der Minijob mehr an Rente aus?
Laut Deutscher Rentenversicherung erzielt ein Jahr Minijob bei einem monatlichen Verdienst von durchgehend 450 Euro bei alleiniger Beitragszahlung des Arbeitgebers eine monatliche Rentensteigerung von etwa 3,55 Euro. Bei der Zahlung des vollen Rentenversicherungsbeitrags unter Beteiligung des Minijobbers steigt die Rentenerwartung um einen weiteren Euro pro Monat an. Das klingt nach nicht viel, summiert sich aber im Lauf der Zeit. Zudem sollte man bedenken, dass die Mehrleistung ebenfalls von der jährlichen Rentenanhebung profitiert und man sich viele Zusatzansprüche wie Reha-Leistungen oder Erwerbsminderungsrente sichert.

 

Lahmes Internet? So testen Sie die Surfgeschwindigkeit

Wer einen DSL-Internet-Anschluss bestellt, der erhält von den Breitband-Anbietern meist einen „bis zu …Wert“ als Geschwindigkeitsangabe. Je nach gewählten Tarif können Sie dann mit 16, 32, 50 oder 100 Megabite pro Sekunde (MBit/s) im Netz surfen – eigentlich. Denn die erhoffte Surfgeschwindigkeit weicht oft von der gebuchten Leistung ab, meistens nach unten. Kunden können dies im Vorhinein kaum überprüfen, denn die Anbieter machen nur selten genaue Angaben, mit welcher DSL-Geschwindigkeit Sie an Ihrem konkreten Standort tatsächlich rechnen dürfen.

DSL-Speed-Test schafft Klarheit
Eine Überprüfung der Bundesnetzagentur ergab, dass von 160.000 Anschlüssen nur zwölf Prozent die beworbene Maximalgeschwindigkeit überhaupt erreichten. Die Bundesnetzagentur misst daher weiterhin in großem Stil den zur Verfügung gestellten Leistungsumfang der Breitbandanbieter. Diesen Test können auch private Verbraucher nutzen. Er erlaubt die tatsächliche Datenübertragungsrate mit der vertraglich vereinbarten Rate zu vergleichen.

So gehen Sie vor: Gehen Sie auf die Internetseite www.breitbandmessung.de und starten Sie das Programm. Zuerst müssen Sie einige Fragen beantworten, zum Beispiel nach dem Standort Ihres Computers, nach Ihrer Postleitzahl, dem Netzbetreiber, dem gewählten Tarif und der maximalen Download-Geschwindigkeit. Anschließend beginnt die Messung. Sie erhalten ein Ergebnis für den Download von Daten und ein Ergebnis für den Upload. Entscheidend ist das Ergebnis für den Download. Um die Messergebnisse mit Ihrem Vertrag vergleichen zu können, empfiehlt es sich, den gebuchten Tarif bei der Vorabbefragung möglichst exakt anzugeben, das Programm macht entsprechende Vorschläge. 

• Tipp: Desktop-Nutzer müssen für den Breitband-Test Java installiert haben bzw. installieren. Die Bundesnetzagentur begründet diese Entscheidung mit der Tatsache, dass Java noch immer viel verbreiteter ist als HTML5, und man wolle den großen Teil der Endnutzer, die ältere Browser benutzen, nicht ausschließen. Probleme können hierbei allerdings beim Browser "Chrome" auftreten, deshalb besser einen anderen benutzen.

Auch mobile Anschlüsse sind prüfbar
Für mobile Anschlüsse ist eine Messung mit der kostenlosen Breitbandmessung-App ebenfalls möglich. Die App können Sie für Android und für iOS im jeweiligen Store herunterladen. Die beiden Apps sind ähnlich wie das Internetprogramm zu bedienen. Die individuellen Messergebnisse sind elektronisch speicherbar. Somit haben Sie die Möglichkeit, verschiedene Messungen durchzuführen und diese miteinander zu vergleichen.