Credit Europe Bank Newsletter: Oktober 2017

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Fondssparpläne immer beliebter

Die jüngste Studie einer großen deutschen Fondsgesellschaft zeigt: 84 Prozent der befragten Sparer kennen Fondssparpläne zum Vermögensaufbau. Fast genauso viele wissen, dass man mit Aktienfonds höhere Erträge erzielen kann als mit verzinsten Banksparplänen. Relativ unbekannt ist hingegen, dass man bei Fondssparplänen jederzeit an sein Geld kommt. 40 Prozent der Befragten wissen dies nicht oder glauben sogar, dass Fondssparpläne eine feste Laufzeit haben. Doch dem ist nicht so. Bei finanziellen Engpässen kann man die Einzahlungen jederzeit ruhen lassen oder Fondsanteile in beliebiger Zahl veräußern.

Trotz dieser Vorteile nutzen Anleger diese Geldanlage nur teilweise: Erst 38 Prozent haben überhaupt in Erwägung gezogen, monatlich einen bestimmten Betrag in Investmentfonds anzulegen. Dabei sind Fondssparpläne keineswegs nur etwas für Vermögende. Im Gegenteil: Bereits mit kleinen Beträgen ab 25 Euro kann man regelmäßig sparen. Die Mehrheit der Befragten Anleger spart allerdings mehr, und zwar zwischen 100 und 250 Euro.

Hohe Renditechancen
Das sich ein Sparplan lohnt, zeigt die Statistik des Fondsverbandes BVI. Danach erzielten Sparpläne mit deutschen Aktienfonds in den vergangenen 15 Jahren eine Durchschnittsrendite von 8,0 Prozent, auf Sicht von 25 Jahren erreichten sie 6,7 Prozent. Aus monatlich 150 Euro wurden so entweder 50.000 Euro oder 113.000 Euro.

Renditeturbo: Cost Average Effekt
Ein wesentlicher Renditetreiber ist der sogenannte Cost Average Effekt. Er bewirkt bei gleichbleibenden Einzahlungen, dass bei hohen Kursen weniger Fondsanteile gekauft werden als bei niedrigen Kursen. Unterm Strich erzielen Anleger dadurch einen positiven Durchschnittskosteneffekt.

Hausbau: 5 Fehler, die das Eigenheim unnötig verteuern

Rund drei Viertel aller Bauherren klagen über ausufernde Kosten beim Eigenheimbau, das zeigt eine neue Umfrage unter privaten Investoren. Danach musste jeder dritte Bauherr bis zu zehn Prozent, jeder fünfte bis zu 20 Prozent und jeder zehnte sogar bis zu 30 Prozent tiefer in die Tasche greifen. Bei Baukosten von 250.000 Euro fallen dadurch bis zu 75.000 Euro zusätzlich an. Außerdem verschieben sich oft die Zeitpläne nach hinten, was weitere Kosten, zum Beispiel zusätzliche Mieten, verursachen kann. Vermeiden Sie deshalb diese fünf Kostentreiber:

1. Zeitplan nicht zu knapp bemessen
Häufiger Fehler beim Hausbau ist ein zu enger Zeitplan. Wird ein Gewerk nicht rechtzeitig fertig, verschieben sich die Nachfolgearbeiten nach hinten – der Zeitverlust kann nur selten wieder eingefangen werden. Planen Sie deshalb von Anfang an Leerzeiten ein, um Verzögerungen wieder aufzufangen.

2. Kalte Witterung nicht unterschätzen
Viele Bauherren möchten nach dem Winter starten und über den Sommer ihr Eigenheim errichten. Sobald sich jedoch der Eigenheimbau verzögert, kann sich das Bauvorhaben bis in den nächsten Winter hineinziehen. Früher Frost oder Herbststürme können dann zu weiteren Unterbrechungen führen. Die clevere Strategie ist, das Bauvorhaben bereits im Winter zu starten. Bauaushub und Erdarbeiten können auch an kalten Wintertagen problemlos ausgeführt und weitere Bauvorbereitungen getroffen werden. Im Frühjahr lässt sich dann rechtzeitig das Fundament errichten.

3. Erschließungskosten einplanen
Jeder Bauplatz muss verkehrstechnisch zugänglich und das Grundstück an die örtlichen Versorgungssysteme angeschlossen sein. Dazu gehören neben einer geeigneten Zufahrt Strom-, Gas-, und Wasserleitungen sowie der Anschluss an das Abwassersystem. Der technische, zeitliche  und finanzielle Aufwand dafür sollte keinesfalls unterschätzt werden. Wird nur Pi mal Daumen geplant, entstehen nicht selten erste Finanzierungslücken.

4. Baumängel nicht rechtzeitig entdecken
Komplizierte Technik und Zeitdruck führen immer wieder zu Fehlern bei der Bauausführung. Wichtig ist, Mängel sofort zu erkennen und anzuzeigen. Ein zu spät erkannter Fehler kann viele Tausend Euro kosten. Doch für Laien sind vor allem versteckte Baumängel nur schwer ersichtlich. Ratsam ist es deshalb, regelmäßig Begehungen mit einem Bausachverständigen oder Bauherrenberater zu unternehmen.

5. Eigenheim zu groß konzipiert
Der Trend zu immer größeren, geräumigeren Wohnungen treibt die Kosten in die Höhe. Wer statt 45 nur 35 Quadratmeter Wohnfläche pro Person einplant, der kann die Baukosten erheblich senken. Und auch die Nachfolgekosten, wie der Energie- und Wärmeverbrauch, sind dann geringer. Denken Sie daran, dass die Kinder nicht ewig im Haus wohnen. Nach dem Auszug der Kinder sind die meisten Häuser viel zu groß für alternde Paare. Deshalb: Halten Sie Maß beim Hausbau.

 

 

Wegfall der Steuerfreiheit für Fonds

Zum 1. Januar 2018 tritt das neue Investmentsteuergesetz in Kraft. Es verändert die Steuerregeln für Anleger. Unter anderem wird die Besteuerung von Investmentfonds vereinfacht, zugleich aber auch der Bestandsschutz für ältere Fondsanteile abgeschafft. Dieser besagte bislang, dass Fondsanteile, die vor 2009 erworben wurden, unbegrenzt steuerfrei bleiben. Damit ist zum Jahresende Schluss.

Gesetzgeber zeigt sich großzügig
Gewinne aus dem Verkauf alter Fondsanteile sind nur noch bis Silvester 2017 vollständig steuerfrei. Ab 2018 ist der Wertzuwachs von Fondsanteilen grundsätzlich steuerpflichtig. Allerdings zeigt der Gesetzgeber ein Herz für Privatanleger und räumt beim Verkauf älterer Fondsanteile einen Freibetrag von 100.000 Euro ein. Erst wenn diese Freigrenze aufgebraucht ist, besteht Steuerpflicht für Altanteile, die vor 2009 gekauft wurden.

Anleger, die Gewinne von über 100.000 Euro erwarten, sollten aber trotzdem nicht ihre Altanteile bis Silvester verkaufen. Grund: Der Gesetzgeber lässt alle Fondsanteile inklusive der bereits erzielten Wertzuwächse zum Jahreswechsel von den Banken neu ins Depot einbuchen. Hat ein Fonds bis dahin bereits 50 oder 100 Prozent an Wert gewonnen, so bleiben diese Gewinne steuerfrei. Ab 2018 beginnt die Uhr dann neu zu laufen und Anleger genießen für die neu entstehenden Wertgewinne den bereits erwähnten Freibetrag von 100.000 Euro.

Freibetrag gilt pro Anleger
Bei einem Gemeinschaftsdepot oder der Aufteilung des Fondskapitals auf zwei getrennte Depots der Ehegatten, bleiben demnach insgesamt bis zu 200.000 Euro steuerfrei. Tipp: Wenn Sie noch 2017 Altanteile an Ihre Kinder verschenken, profitieren diese ebenfalls von einem eigenen Freibetrag.

Wichtig: Banken sind verpflichtet, die fällige Abgeltungssteuer auf Veräußerungsgewinne einzubehalten. Die Ausschöpfung des Freibetrags und die Rückerstattung der einbehaltenen Steuer ist allerdings nur über die Abgabe einer Steuererklärung möglich. Vergessen Sie die Beantragung des Freibetrags, freut sich der Fiskus.

Tipp: Kursverluste aus dem Verkauf älterer Fondsanteile sind ab 2018 als allgemein abzugsfähige Verluste mit Gewinnen aus anderen Kapitalerträgen verrechenbar.

Handeln Sie nicht steuermotiviert
Verkaufen Sie nicht voreilig Ihre Fondsanteile, nur weil künftig Steuerbelastung droht. Analysieren Sie vielmehr, ob der gewählte Fonds auch weiterhin zu Ihrer Anlagestrategie passt und ob seine Qualität stimmt. Denn ein schlechtes Investment mit vermeintlichen Steuervorteilen wird langfristig keinen Anlageerfolg bringen. In diesem Fall ist es besser, nach einem neuen, erfolgreichen Fonds Ausschau zu halten. Nur wenn der Fonds qualitativ hochwertig ist und zu Ihrer Anlagestrategie passt, dann sollten steuerliche Aspekte eine Rolle spielen.