Credit Europe Bank Newsletter: September 2017

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Falsche Geldanlage: Deutsche verschenken 550 Milliarden Euro

Trotz Minizinsen setzen viele Sparer ausschließlich auf das altehrwürdige Sparbuch. Angesichts der langsam in Fahrt kommenden Inflation ist das ungünstig, denn die angelegten Vermögen entwerten sich. Eine neue Bankstudie hat jetzt ermittelt, wie viel Kapital durch niedrig verzinste Geldanlagen verloren geht. Danach hat jeder deutsche Haushalt von Ende 2010 bis heute bereits 1.300 Euro eingebüßt. Bundesweit gingen insgesamt 51 Milliarden Euro verloren.

Aufgrund der steigenden Teuerungsrate lag der Realzins bei verzinsten Geldanlagen im ersten Quartal 2017 bei minus 1,6 Prozent. Bleiben die Zinsen im Keller und halten die Deutschen weiterhin an niedrig verzinsten Geldanlagen fest, so verlieren sie in den kommenden 20 Jahren weitere 550 Milliarden Euro – so die Studie. Pro Haushalt entspricht dies einem Vermögensrückgang von 14.000 Euro!

Eine Besserung für Zinssparer ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für Deutschland bis 2022 von einem Anstieg der Inflationsrate auf 2,4 Prozent aus. Gleichzeitig macht die Europäische Zentralbank (EZB) noch keine Anstalten, ihre Niedrigzinspolitik zu ändern. Die Bankstudie geht deshalb von weiter sinkenden Realzinsen aus, im Extremfall sogar unter minus zwei Prozent.

Anlagestrategie muss sich ändern
Sparer sollten dringend umdenken. Wer Vermögensverluste minimieren möchte, muss neben Sparbuch, Tages- oder Festgeld auch renditestärkere Anlageformen in Anspruch nehmen. Vor allem für die längerfristige Geldanlage empfehlen sich Fonds. Dass sich das lohnt, zeigt die Statistik des Fondsverbandes BVI. Danach erzielten deutsche Aktienfonds in den vergangenen fünf Jahren eine jährliche Durchschnittsrendite von 12,2 Prozent, auf Sicht von 15 Jahren sind es 7,5 Prozent. Zahlreiche Fonds, zum Beispiel der Fidelity Fund Germany A, erreichten je nach Betrachtungszeitraum sogar höhere Renditen. Gute Ergebnisse mit 9,3 bzw. 5,3 Prozent lieferten auch global anlegende Aktienfonds.

Fondssparplan erhöht Renditechance
Besonders gute Renditechancen eröffnen Fondssparpläne. Durch gleichbleibende monatliche Einzahlungen erzielen Anleger günstige Einstiegskurse, denn bei niedrigen Kursen kaufen sie im Vergleich mehr Anteile als bei hohen Fondskursen. Fondssparpläne sind flexibel, es gibt weder vertraglich fixierte Laufzeiten, noch festgezurrte Sparraten oder Kündigungsfristen. Anleger können jederzeit Anteile kaufen, verkaufen oder ihre Sparrate ändern. Bei Fidelity International zahlen Kunden der Credit Europe Bank weder Depotgebühren noch Ausgabeaufschläge bei Kauf, Verkauf oder Umtausch von Fondsanteilen. Wichtig für den Erfolg eines Fondssparplans ist, dass Sie kontinuierlich einzahlen und langfristig am Ball bleiben. Für die kurzfristige Spekulation sind Fondssparpläne nicht geeignet.

 

Sollzins oder Effektivzins, auf was kommt es an?

Der Sollzins, oft auch als Nominalzins bezeichnet, ist der Basiszins eines Kredits. Er zeigt den Prozentsatz, mit dem das Darlehen real verzinst wird. Für die Bank dient der Sollzins als Grundlage, um die Zinsen für die Kredittilgung zu berechnen. 

Beispiel Sollzins: Die Bank berechnet für einen Kredit über 1.000 Euro vier Prozent Sollzins. Dadurch entstehen jährliche Zinskosten von 40 Euro. (1.000 x 4 % = 40)

Mit dem Sollzins allein ist es aber nicht getan. Da der Kredit auch zurückgezahlt werden muss, addieren sich zum Sollzins noch die Tilgungskosten. Bei einer Tilgungsquote von zehn Prozent pro Jahr entstehen im Beispiel Tilgungskosten von 100 Euro, damit klettert der Jahresbetrag auf 140 Euro (Sollzins + Tilgung). Dividiert man nun die Jahreskosten durch die Anzahl der Monate, ergibt sich eine monatliche Kreditrate von 11,66 Euro.

 

Sollzins enthält keine Gebühren
Aber selbst unter Einbeziehung der Tilgungskosten ist die monatliche Kreditrate noch immer nicht aussagekräftig. Der Sollzins enthält nämlich weder Gebühren noch Nebenkosten des Darlehens. Das ändert sich mit dem Effektivzins. Er liegt stets höher als der Sollzins, weil er anfallende Konto- oder Abschlussgebühren enthält und weil Tilgungsleistungen, die nicht sofort auf die Schuld angerechnet werden, den Gesamtzins erhöhen.

Beispiel Effektivzins: In unserem Beispielkredit fallen 0,15 Prozent Nebenkosten an. Dadurch erhöht sich der Gesamtzins auf 4,15 Prozent. Dies ist der effektive Jahreszins des Darlehens. Unser Beispielkredit kostet somit 41,50 Euro Effektivzins. Addiert man dazu noch die Tilgungsleistung von 100 Euro, kostet das Darlehen 141,50 Euro im Jahr oder 11,79 Euro pro Monat.

Kredit immer mit Effektivzins vergleichen
Fazit: Für Kreditnehmer ist der Effektivzins der entscheidende Zinssatz. Dieser zeigt die Gesamtkosten eines Darlehens an. Unterm Strich erfährt der Kreditnehmer erst durch den Effektivzins, was ein Ratenkredit oder eine Baufinanzierung wirklich kostet. Der Effektivzins eignet sich daher perfekt als Basis, um verschiedene Darlehensangebote miteinander zu vergleichen. Bei gleichem Sollzins ist dasjenige Kreditangebot das bessere, das am Ende weniger kostet. Achten Sie beim Kreditvergleich aber darauf, dass die Laufzeit und die Darlehenssumme bei allen Angeboten gleich hoch sind. Andernfalls ist der Vergleich nicht aussagekräftig.

Neue Regionalklassen 2018, millionen Autofahrer profitieren

Wo kracht es häufig, wo nur selten? Um das herauszufinden, berechnet die Versicherungswirtschaft jedes Jahr die Schadenbilanzen der rund 400 Zulassungsbezirke in Deutschland und erstellt Regionalklassen. Das Gute: Künftig profitieren knapp 5,5 Millionen Autofahrer in 67 Bezirken von besseren Regionalklassen in der Kfz-Haftpflichtversicherung. Teurer wird es hingegen für etwa 3,6 Millionen Fahrer in 41 Bezirken. Für die Masse der Autofahrer ändert sich allerdings nichts. 31 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherte bleiben in der gleichen Regionalklasse wie zuletzt.

Günstiger Norden, unfallträchtige Großstädte
Besonders gute Schadenbilanzen ergeben sich wie in den Vorjahren für Autofahrer in Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Die bundesweit beste Schadenbilanz in der Kfz-Haftpflichtversicherung errechneten die Statistiker für den Zulassungsbezirk Elbe-Elster in Brandenburg. Hier lag der Indexwert fast 30 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt. Besonders hohe Regionalklassen gelten dagegen vor allem in Großstädten sowie in Teilen Bayerns. Die schlechteste Schadenbilanz hatte wie bereits im Vorjahr Offenbach am Main, wo der Indexwert knapp 34 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lag.

Teurer wird es zum Beispiel für die Einwohner von Duisburg, dort klettert die Regionalklasse in der Haftpflicht von 9 auf 10. Auch die Bremer müssen mehr zahlen, hier steigt die Regionalklasse von 5 auf 6. Über geringere Beiträge dürfen sich hingegen die Autofahrer in Bochum und Bonn freuen. Dort sinken die Regionalklassen in der Haftpflicht von 10 auf 9 bzw. von 9 auf 8. 
 
Individuelle Fahrweise beeinflusst Haftpflichtversicherung
In der Kfz-Haftpflichtversicherung wird die Regionalkasse maßgeblich vom Fahrverhalten der Autofahrer beeinflusst. Die Einstufungen berücksichtigen die Anzahl der Unfallschäden in Relation zu den im Zulassungsbezirk gemeldeten Fahrzeugen sowie die durchschnittliche Schadenhöhe. Unfallschwerpunkte können beispielsweise zu einem überdurchschnittlichen Schadenaufkommen führen. In die Kaskoversicherung finden außerdem die Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagelschäden sowie die Anzahl der Wildunfälle Eingang.

Wenige Änderungen für Kaskoversicherte
In den Kasko-Versicherungen ändert sich durch die aktuelle GDV-Regionalstatistik nur wenig: Für knapp 29 Millionen der über 34 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten bleibt alles beim Alten. 2,8 Millionen Kaskoversicherte rutschen in niedrigere, rund 2,6 Millionen in höhere Regionalklassen. Die Münchner profitieren von der Herabstufung in der Vollkasko von Regionalklasse 7 auf 6. Dagegen profitieren die Frankfurter (Main) vom Absinken in der Teilkasko von 4 auf 3, ebenso die Duisburger, die von 8 auf 7 sowie die Stuttgarter von 5 auf 4.

Je weniger Schäden, desto günstiger die Versicherungsprämie
Die berechneten Schadenbilanzen der einzelnen Zulassungsbezirke werden versicherungsmathematisch in einen Indexwert umgerechnet, der die jeweilige Regionalklasse bestimmt. Für die Haftpflicht gibt es zwölf, für die Teilkasko 16 und für die Vollkasko neun Klassen. Je besser die Schadenbilanz und damit die Einstufung in der Regionalkasse, desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Allerdings lässt sich über eine Veränderung bei der Regionalklasse keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen. Wenn Sie wissen möchten, in welche Regionalklasse Ihr Fahrzeug eingestuft ist, dann können Sie sich auf der Internetseite:  https://www.dieversicherer.de/versicherer/entdecken/regionalklassen-abfrage darüber informieren.