Credit Europe Bank Newsletter: Februar 2018

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Festgeld am Laufzeitende: Nicht in Girokontofalle tappen

Naht das Ende des Anlagezeitraums für Festgeld, müssen sich Sparer entscheiden, was mit dem Geld passieren soll. Viele Sparverträge sehen in der Regel vor, dass der angesparte Betrag entweder zu aktuellen Konditionen neu als Festgeld angelegt wird oder auf das Girokonto des Anlegers fließt. Die zweite Variante ist im Augenblick allerdings eine schlechte Wahl, denn Girokonten zahlen wegen des anhaltenden Zinstiefs keine Zinsen mehr. Sparern drohen somit nicht nur Zinsverluste, sondern wegen der Inflation auch eine schleichende Entwertung des Geldes. Einen klaren Vorteil bietet dagegen die Credit Europe Bank. Sie überweist das Festgeld nicht direkt auf ein Girokonto, sondern parkt es zur freien Verfügung des Anlegers auf einem verzinsten Tagesgeldkonto.

Alternative: Festgeld oder Tagesgeld
Die Wiederanlage als Festgeld zu aktuellen Konditionen kann eine Alternative sein, wenn man das Kapital weiterhin nicht benötigt. Kann man das Geld für überschaubare Zeiträume von zwei oder drei Jahren entbehren, lohnt sich die Festgeldanlage, denn die Zinsen sind höher als auf dem Tagesgeldkonto. Soll das Ersparte auf Abruf zwischengeparkt werden, dann ist ein verzinstes Tagesgeldkonto die beste Wahl. Ähnlich wie auf dem Girokonto kann man das Kapital jederzeit ganz oder teilweise abrufen, im Gegensatz zum Girokonto erwirtschaftet es aber beständig Zinsen. 

• Beispiel: Ein Sparer erhält 21.000 Euro aus einer Festgeldanlage zurück. Da der Kunde keine Verwendung des Geldes bestimmt hat, überweist die Bank das Ersparte auf ein unverzinstes Girokonto. Nach einem Jahr beschließt der Sparer, das Kapital erneut als Festgeld anzulegen. Der Zinsgewinn für die vergangenen zwölf Monate beträgt null. Hätte er das Guthaben auf ein Tagesgeldkonto mit einer Verzinsung von 0,2 Prozent übertragen, könnte er sich über immerhin 42 Euro Zinsgewinn freuen.

Anlagehorizont optimal abschätzen
Bei Festgeldern empfiehlt es sich, die Dauer der Zinsfestschreibung gut zu bedenken. Grund: Festgeschriebene Beträge sind während der Laufzeit nur in Ausnahmefällen kündbar. Als Entschädigung dafür ist der Zinssatz in der Regel höher als bei Geldanlagen mit variabler Verfügung. Außerdem sind die Zinsen für die gesamte Laufzeit garantiert. Es gilt die Regel: Je länger das Kapital festgelegt wird, desto höher die Zinsen. Lange Laufzeiten sind aber nicht immer ein Vorteil. Zeichnet sich ein Anstieg der Zinsen ab, kann es besser sein, zunächst mittelfristige oder kurze Festgeld-Laufzeiten zu wählen.

Keine Kosten, kaum Steuerbelastung
Ein Vorzug von Festgeld und Tagesgeld ist ihre Gebührenfreiheit. Es entstehen weder Kaufgebühren noch Kontokosten. Lediglich Kapitalertragsteuern fallen an, dies allerdings auch erst nach Abzug des Sparerpauschbetrags. Ledige können pro Jahr Zinserträge bis zur Höhe von 801 Euro und Verheiratete bis zur Höhe von 1.602 Euro steuerfrei vereinnahmen. Im aktuellen Zinstief werden diese Beträge allerdings nur bei großen Anlagebeträgen erreicht. Alle darüberliegenden Erträge belastet das Finanzamt seit 2009 mit Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei niedrigerem Steuersatz können zu viel gezahlte Steuern über die Steuererklärung zurückgeholt werden.

Renditeplus durch Dividendenzahlung: Rekordausschüttung im Dax

In den kommenden Monaten schütten Dax-Konzerne mehr als 35 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus. Das ist eine Steigerung um rund elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Drei Viertel der 30-Dax-Firmen wollen ihre Dividende gegenüber 2017 anheben. Die durchschnittliche Dividenden-Rendite soll nach Experten-Rechnungen bei 2,8 Prozent liegen. Etliche Konzerne liegen sogar deutlich darüber.

Stromkonzern mit Extrazahlung
Die höchste Dividendenzahlung beabsichtigt der Energieversorger RWE. Der Stromkonzern will auf der Hauptversammlung am 26. April 2018 eine Rekord-Dividende von 1,50 Euro vorschlagen. Die Ausschüttung enthält diesmal eine Extrazahlung, die aus der Steuererstattung der Brennelemente-Steuer resultiert. Die Dividendenrendite springt dadurch einmalig auf über neun Prozent.

Versicherer und Autobauer mit guten Zahlen
Betrachtet man die regulären Dividendenzahlungen ohne Einmaleffekt, zeigen sich die Versicherer großzügig: Die Münchner Rück will eine Dividende von 8,60 Euro je Aktie ausschütten, die Allianz von 8,00 Euro. Damit erzielen Aktionäre eine Dividendenrendite von 4,7 bzw. 4,25 Prozent. Etwas mehr bietet der Autokonzern Daimler. Die guten Geschäfte der Stuttgarter schlagen sich in einer Dividendenzahlung von 3,65 Euro nieder, was einer Rendite von rund fünf Prozent entspricht. Aktionärsfreundlich zeigt sich auch der Medienkonzern ProSiebenSat.1. Anleger dürfen sich über eine Ausschüttung von 1,90 Euro freuen. Damit erzielen sie eine Dividendenrendite von mehr als sechs Prozent. Die gebeutelten Aktionäre der Telekom, die seit Jahren auf Kurssteigerung der Telekom-Aktie hoffen, sollen erneut mit einer guten Ausschüttung bei der Stange gehalten werden. Aus der Dividende von 0,60 Euro errechnet sich eine Dividendenrendite von rund 4,5 Prozent.

So profitieren Sie von der Dividendenzahlung
Wenn Sie sich die Dividende eines börsennotierten Unternehmens sichern wollen, müssen die Aktien des Konzerns spätestens am Tag der Hauptversammlung in Ihrem Depot eingebucht sein. Der Aktienkauf sollte also mindestens einen Tag vorher erfolgen. Die Gutschrift der Dividende erfolgt in der Regel am dritten Handelstag nach der Hauptversammlung. Wichtig: Wundern Sie sich nicht, wenn einen Tag nach der Hauptversammlung der Aktienkurs im Minus steht. Das liegt daran, dass die Ausschüttung nun im Kurs berücksichtigt ist. Jetzt heißt es erst einmal abwarten bis der Kurs wieder steigt, damit der Verkauf der Aktie nicht mit Verlust endet. Wer das Papier sofort wieder verkaufen möchte, kann dies tun, die Ausschüttung bleibt in vollem Umfang erhalten.

Kontinuierliche Dividendenzahlung als Erfolgsgarant
Unternehmen, die regelmäßig hohe Ausschüttungen tätigen, weisen häufig auch eine positive Kursentwicklung auf. Denn kontinuierlich steigende Dividenden lassen auf stetes Gewinnwachstum schließen, was an der Börse positiv gewertet wird. Anleger profitieren mit solchen Unternehmen also doppelt, einerseits von der sicheren Dividende und andererseits von steigenden Aktienkursen. Zahlreiche Dax-Konzerne haben ihre Dividende in den vergangenen zehn Jahren maximal einmal gesenkt, sonst aber immer angehoben oder auf hohem Niveau stabil gehalten. Zu diesen Dividenden-Leuchttürmen zählen u.a. Adidas, Allianz, BASF, Bayer, BMW sowie Fresenius und Siemens.

Bollwerk gegen Schwankungen: Aktienfonds
Beim Kauf von Einzelaktien muss Anlegern klar sein, dass die Kurse schwanken. Bei Börsenschwächen oder einer schlechten Unternehmensnachricht kann die Aktie deutlich an Wert verlieren. Dividendenausschüttungen können Kursschwankungen nur bedingt ausgleichen.

Weniger schwankungsanfällig sind dagegen Aktienfonds. Sie beinhalten eine Vielzahl von Aktien, deren einzelne Kursänderungen sich wechselseitig ausgleichen. Sogenannte Dividendenfonds investieren vorrangig in ausschüttungsstarke Aktiengesellschaften. Hier profitieren Anleger von regelmäßigen Dividendenzahlungen und nachhaltigen Kurssteigerungen. Ein sehr erfolgreiches Beispiel ist der Fidelity Global Dividend Fund. Diesen Fonds gibt es sowohl als vierteljährlich ausschüttende Variante wie auch thesaurierend, also wiederanlegend. In den vergangenen 5 Jahren erzielten die Fondstranchen Wertgewinne von 58 bzw. 49 Prozent.

Kreditkartenzahlung im Internet: Neue EU-Richtlinie verbietet Zusatzgebühren

Wer häufiger im Internet einkauft, einen Flug oder eine Reise bucht, der kennt das: Je nach gewünschter Bezahlart, fällt der Endpreis unterschiedlich hoch aus. Aufschläge werden regelmäßig vor allem beim Bezahlen mit der Kreditkarte oder bei Lastschriften fällig. Lediglich ein gängiges Zahlungsmittel mussten Händler bislang kostenlos anbieten. Dieser Ungleichbehandlung schiebt die EU jetzt einen Riegel vor.

Nicht nur Kreditkarten betroffen
Die neue EU-Finanzrichtlinie (PSD2), die alle Mitgliedsstaaten bis 13. Januar 2018 umsetzen mussten, besagt, dass Händler und Online-Portale künftig keine Zuschlagsgebühren (engl. Surcharge) für die Nutzung von gängigen bargeldlosen Zahlungsmitteln erheben dürfen. Zu solchen Zahlungsmitteln zählen unter anderem Kredit- und Girokarten. Beim sogenannten Surcharging berechnet der Verkäufer dem Kunden eine Zusatzgebühr, wenn dieser zum Beispiel die Zahlart Kreditkarte auswählt. Beim Einsatz der Master- oder Visacard fallen dann nicht selten mehrere Euro Extrakosten an.

Diese Praxis ist ab jetzt untersagt. Verbraucherschützer begrüßen das Verbot: „Endlich ist dem Zusatzentgelt für den Einsatz bestimmter Zahlungsmittel die Rechtsgrundlage entzogen“, freut sich Eva Raabe, Leitende Beraterin bei der Verbraucherzentrale Hessen. Von ärgerlichen Zusatzkosten befreit sind nach Auskunft der Beraterin nicht nur Kreditkarten und Lastschriftzahlungen, sondern auch SEPA-Lastschriften und Zahlungen mit der Girocard.  

Zahlungsart vor dem Kauf auf Zusatzkosten prüfen
Die EU-Richtlinie erlaubt allerdings Ausnahmen. So sind beispielsweise Firmenkreditkarten und Karten, die direkt von der Kreditkartengesellschaft ausgestellt werden, von dem Verbot ausgenommen. Bei Überweisungen mit einer American Express-Karte oder mit dem Bezahldienst Paypal können also weiterhin Zusatzkosten anfallen.

Um Überraschungen auszuschließen, raten die Verbraucherzentralen die gewünschte Zahlungsart vor dem abschließenden Kauf noch einmal auf Zusatzkosten zu checken. „Wir empfehlen allen Verbrauchern künftig darauf zu achten, dass die Händler sich an die neuen Regelungen halten“, so Verbraucherschützerin Raabe.