Credit Europe Bank Newsletter: Januar 2018

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Fonds-Sparplan: Vierfacher Gewinn mit Performance-Sieger

Deutsche Sparer vertrauen am liebsten auf heimische Werte. Aktienfonds mit deutschen Börsentiteln führen die Absatzliste der Fondsgesellschaften bei Publikumsfonds an. Dabei überzeugen nicht nur die Absatzzahlen, sondern auch die Renditezahlen. Auf Sicht von 15 Jahren erzielte die Fondsklasse deutsche Aktienfonds trotz Finanz- und Euro-Krise laut Fondsverband BVI einen durchschnittlichen Wertzuwachs von 8,3 Prozent pro Jahr.

Deutsche Aktienfonds mit Spitzenergebnis
Spitzenfonds konnten das Sparergebnis glatt verdoppeln. So wurden beispielsweise beim beliebten Fondak A aus monatlich 100 Euro binnen 15 Jahren rund 36.000 Euro, bei einer Einzahlung von insgesamt 18.000 Euro. Sparer, die doppelt so lange am Ball blieben, konnten am Ende sogar mehr als 146.000 Euro ihr Eigen nennen – viermal so viel wie eingezahlt. Noch besser lief es beim Concentra Fonds, der bei gleicher Einzahlung knapp 41.000 Euro bzw. 149.000 Euro erzielte. Ähnlich gute Ergebnisse lieferten auch der Fidelity Funds Germany A und der DWS Deutschland.

Europa sehr beliebt
Hoch angesehen bei Anlegern sind außerdem europäische Aktien. Auch wenn Europas Wirtschaft in den letzten Jahren zu kämpfen hatte, so erzielten Aktienfonds in der Kategorie Europa auf Sicht von 15 Jahren eine jährliche Wertsteigerung von 5,8 Prozent. Ein monatlicher Sparplan mit 100 Euro erbrachte beispielsweise mit dem FT Europa Dynamik einen Gesamtertrag von knapp 32.000 Euro. Auf Sicht von 25 Jahren steht ein Ergebnis von über 67.000 Euro zu Buche. Der Invesco Europa Core Aktienfonds schaffte in der gleichen Zeitspanne sogar fast 39.000 Euro bzw. gut 90.000 Euro.

Ausgewogen anlegen mit globalen Aktienfonds
Zu einem gut diversifizierten Depot gehören globale Aktienfonds. Diese Fonds verteilen Anlagerisiken auf viele Regionen und Branchen und senken damit die Verlustgefahr. Die durchschnittliche Wertentwicklung dieser Fondskategorie beträgt auf 15-Jahres-Sicht 6,0 Prozent, auf 30 Jahre sind es 6,4 Prozent.

Topfonds wie der DWS Akkumula LC erwirtschafteten im Sparplan-Modus binnen 15 Jahren ein Anlageergebnis von 31.500 Euro, wenn monatlich 100 Euro eingezahlt wurden. Wer 30 Jahre durchgängig gleich hohe Beiträge geleistet hat, der besitzt heute einen Depotwert von 119.000 Euro. Höhere Gewinne erwirtschafteten der Frankfurter FFM Fonds mit 28.000 Euro bzw. 135.000 Euro sowie der Uni Global mit 34.000 Euro bzw. 126.000 Euro.

Fazit
Fondssparpläne sind renditestark und kostengünstig. Aufgrund der breiten Anlagestreuung auf viele Aktiengesellschaften ist das Ausfallrisiko gering. Mehr noch: Ein ausgewogenes Depot aus drei bis fünf Aktien- und Rentenfonds unterschiedlicher Regionen verstetigt die Rendite und sorgt unterm Strich für höhere Wertgewinne als ein Einzelinvestment in einen renditestarken aber schwankungsintensiven Aktienfonds. 

 

Geldanlage: Woran erkenne ich einen seriösen Anlageberater?

Immer wieder stehen Bankberater in der Kritik, weil sie vorrangig bankeigene oder provisionskräftige Produkte verkaufen. Ungeübte Bankkunden können kaum erkennen, ob der Berater sie objektiv berät oder nicht. Hellhörig sollten Sie werden, wenn der Berater Druck ausübt, etwa nach dem Motto: Dieses Angebot gilt nur noch heute. Seriöse Bankberater räumen ausreichend Zeit zur Entscheidungsfindung ein.

Festlegen des Anlegertyps
Am Anfang jeder Bankberatung steht die Analyse. Der Berater nimmt Ihre Anlagewünsche auf, protokolliert, welche Geldanlagen vorhanden sind und sammelt weitere wichtige Informationen wie Anlageziel, Sparhorizont und Risikobereitschaft. Dabei sollte es sich um einen Dialog handeln und nicht um ein einseitiges Verkaufsgespräch. Nicht die Finanzprodukte selbst sollten im Vordergrund stehen, sondern die zu Ihnen passenden Anlageformen. Ein genaues Abfragen der eigenen Bedürfnisse ist deshalb wichtig.

Transparenz zeichnet guten Berater aus
Es gilt das Credo: Investieren Sie nur in Anlagen, die Sie vollständig verstehen. Sind Fragen offen oder Details ungeklärt, sollten Sie den Berater so lange befragen, bis Funktionsweise und Risiken des Sparprodukts zweifelsfrei geklärt sind. Seriöse Berater werden alle Fragen umfassend beantworten.

Gespräch auf Augenhöhe
Ein Beratungsgespräch sollte immer auf Augenhöhe geführt werden. Unverständliche Fachausdrücke sollte der Berater in verständliche Worte übersetzen. Einen guten Kundenberater erkennt man daran, dass der Anleger im Vordergrund der Beratung steht.

Nebenkosten nicht vergessen
Transparenz ist auch bei den Nebenkosten gefragt. Der Berater sollte alle anfallenden Gebühren offenlegen und Ihnen genügend Zeit geben, das Angebot zu  überdenken und ggf. prüfen zu lassen.

Auto und Straßenverkehr: Viele neue Vorschriften ab 2018

Bereifung
Ab 2018 sind neue Winter- und Ganzjahresreifen nur noch mit dem Alpine-Symbol auf Deutschlands Straßen zulässig. Das Alpine-Symbol erkennen Sie seitlich am Reifen in Form einer Schneeflocke vor einer Berg-Silhouette. Das bisherige M+S-Symbol bei Ganzjahresreifen genügt nicht mehr. Für eine Übergangsphase erlaubt der Gesetzgeber jedoch die Weiternutzung. M+S-Reifen ohne Schneeflocken-Symbol dürfen bis zum 30. September 2024 gefahren werden.

Höheres Bußgeld ohne korrekte Winterreifen
Bisher galt: Wurde ein Fahrer mit ungeeigneten Winterreifen im Straßenverkehr erwischt, musste er 60 Euro bezahlen und bekam einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Seit dem 1. Januar  2018 muss der Halter des Fahrzeugs, auch wenn er nicht selbst fährt, mit höherer Strafe rechnen. Er zahlt 75 Euro Geldbuße und erhält einen Punkt in Flensburg.

Euro 4-Norm auch für Mopeds und Microcars
Seit Jahresanfang gelten die Schadstoffwerte der Euro 4-Norm auch für zwei-, drei- und vierrädrige Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 Kilometern pro Stunde. Das betrifft neben Mofas und Mopeds auch Trikes, Quads und Microcars.

TÜV-Plakette
Seit Januar 2018 tragen die bei der Hauptuntersuchung verwendeten Plaketten die Farbe Grün. Autofahrer sollten den TÜV-Termin jetzt genauer im Auge behalten. Denn eine Überziehung der Hauptuntersuchung ist nur noch bis zu zwei Monaten möglich. Danach fällt ein Bußgeld von mindestens 15 Euro an und die durchgeführte Untersuchung kostet 20 Prozent mehr als die reguläre Hauptuntersuchung, weil die Inspekteure akribischer prüfen.

ECall wird Pflicht
Ab April 2018 wird in allen neuen Pkw das automatische Notrufsystem „ECall“ Vorschrift. Das System löst bei einem Unfall automatisch einen 112-Notruf aus. Dadurch werden Helfer direkt an den Unfallort gelotst. Sie erhalten vom betroffenen Fahrzeug den Ort und Zeitpunkt des Unfalls übermittelt, die Fahrtrichtung des Autos, die Anzahl der Passagiere sowie die Art des Kraftstoffs.

Neue Schadstoffklasse
Ab September 2018 müssen alle Neufahrzeuge die Schadstoffklasse 6c erfüllen. Um die strengeren Grenzwerte einzuhalten, werden viele Benziner mit Direkteinspritzung nicht um einen Partikelfilter herumkommen. Das gleiche gilt für Dieselfahrzeuge. Sie werden die neuen Stickoxid-Grenzwerte nur noch mit Hilfe einer SCR-Abgasreinigungsanlage (Adblue) einhalten können.

Neuberechnung der Kfz-Versicherung für Neufahrzeuge
Ebenfalls ab September wird die Berechnung der Kfz-Versicherung für Neufahrzeuge auf ein neues Verfahren umgestellt. Das sogenannte WLTP-Verfahren (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) gilt als realitätsnäher als das bisherige NEFZ-Prüfverfahren. Allerdings rechnet das Bundesfinanzministerium mit höherer Steuerbelastung für Autofahrer, Experten schätzen um bis zu 20 Prozent